Sastre, WILHELM TELL HAT TRAURIGE AUGEN

1998 S / de / D

 

 

 

Plakat/Grafik: Roger Stau

Alfonso Sastre: GUILLERMO TELL TIENE LOS OJOS TRISTES (1965)
Sommertheater Schaffhausen, Stahlgiesserei, Intendant Bruno Merlo

 

Premiere: Freitag, 7. August 1998

Weitere Vorstellungen, jeweils Mittwoch bis Samstag:
8., 12., 13., 14., 15., 19., 20., 21., 22., 26., 27., 28., 29. August
2., 3., 4., 5., 9., 10., 11., 12. September, um 20.15 Uhr

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Alfonso Sastre, WILHELM TELL HAT TRAURIGE AUGEN
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Projektleitung: Bruno Merlo, Matthias Freivogel, Richard Meier, Susanne Boser, Gian Gianotti
Übersetzungsgruppe: Bruno Merlo, Heini Pestalozzi, Max Baumann, Susanne Debrunner, Susi Kohler-Merlo
Redaktion und Textfassung: Gian Gianotti

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Inszenierung – Gian Gianotti
Musik – Fabian Neuhaus
Ausstattung – Gian Gianotti, Rolf Derrer, Roger Staub
Kostüme und Requisiten – Barbara Wirz, Monika Stahel
Licht-design – Rolf Derrer, DELUX Zürich
Maske – Anna Schneider
Regieassistenz – Matthias Lehmann

Grafik – Roger Staub
Fotos – Max Baumann, Sylvia Hüsler, Bruno Bührer
Pressearbeit – Stephan Ramming
Bauleitung – Felix Pletscher
Technik – Urs Ammann, Fabian Amsler, Andri Beyeler, Dominik Roost
Theater-Beiz – Ariane Trümper, Andreas Vogelsanger, Andreas Bossert

 

© Rechte: Ahn & Simrock, Bühnen- und Musikverlag GmbH, München
Die Inszenierungsfassung © Verein Sommertheater Schaffhausen 1998 kann bei Gian Gianotti bestellt werden

 

 

Fotos auf dieser Seite: Bruno Bührer

Besetzung
Die Familie Tell-Fürst:
Wilhelm Tell – Mathias Gnädinger
Hedwig Fürst, seine Frau – Susanne Debrunner
Walter, sein Sohn – Michael von Burg
Walter Fürst – Heini Pestalozzi

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Die Gesellschaft:
Der Vorarbeiter – Beat de Ventura
Der einarmige Bettler – Beat Windler
Der gelähmte Bettler – Ruedi Widtmann
Der Blinde – Walter Rüegg
Der Junge – Matthias Lehmann
Sergeant der Militärpolizei – Hans Martin Bernath
Zwei Militärpolizisten – Philipp Lippuner, Felix Pletscher
Eine alte Frau – Doris Nydegger
Der Wirt – Röbi Gasser

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Männer aus Uri:
Tom Luley, Attila Gaspar, Marco Streuli, David Vogel, Etienne Prodolliet
Stauffacher – Beat de Ventura

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Männer aus Schwyz:
Teddy Hänny, Florian Krähenbühl
Melchtal – Hans Martin Bernath

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Männer aus Unterwalden:
Mattijs de Graaf, Julian Tschanen, Matthias Lehmann

Leute aus dem Gefolge des Gouverneurs:
Gessler, der Gouverneur – Walter Rüegg
Ausrufer 1, Sekretär 2 – Barbara Werner
Ausrufer 2, Sekretär 1 – Sasha Hagen

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Arbeiter und Soldaten der Armee des Gouverneurs:
Alexandra Häberli, Annina Keller, Beat Windler, David Vogel, Denise Hiltbrunner, Eliane Debrunner, Florian Krähenbühl, Marco Streuli, Marco Wittwer, Marisa Cervini, Martina Schmocker, Mattijs de Graaf, Myrtha Leu, Sandra Jauch, Sonja Lütschg, Teddy Hänny, Thomas Schlegel

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Frauen:
Angela Flegel, Hanna Rüegg, Marleen Schyvens, Petra Geitlinger, Verena Erne

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Kinder:
Jeweils am Mittwoch und Freitag: Anna Brügel, Johanna Vogelsanger, Julian Tschanen, Linda de Ventura, Maurus Meier, Noah Valley, Sara de Ventura
Jeweils am Donnerstag und Samstag: Lenz Furrer, Marie Tanner, Laura Schyvens, Basil Hotz, Carim Chenna, Gilles Schyvens, Camille & Rainier

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Zum Stück:
Mit ‘Wilhelm Tell hat traurige Augen’ erzählt der Spanische Autor Alfonso Sastre die Tellgeschichte nach Schiller in anderer Form. Gessler ist kein eingesetzter fremder Reichsvogt, sondern ein Herrscher in eigener Sache, aus der Region, der sich seine Position und Macht vor Ort “erarbeitet” hat. Seine Tyrannei ist “Gessler-gleich” und Tell ist schliesslich auch der “Befreier”. Seine Tat ist aber keine politische Aktion oder gar Revolution, sondern eine ganz persönliche Rache für zugefügtes Volks- und Familien-Leid. Für seine aggressive Haltung gegen die Willkür und Selbstherrlichkeit Gesslers wird er mit dem Apfelschuss bestraft, wie bei Schiller. Bei Sastre hätte Tell jede persönliche Verfolgung seitens Gessler “erwartet”, diese neue, sadistische Dimension und Perversität wirft ihn aber aus der Bahn, und nun muss er seine Treffsicherheit gegen seine Verunsicherung “beweisen”: Gessler will diese Erniedrigung als “Volksbelustigung und Theaterspektakel” haben – bei Todesandrohung an Vater und Sohn wenn Tell nicht schiesst, und zwar «jetzt!» und: «Action!» Tell muss schiessen, trifft daneben, sein Sohn Walter stirbt. Mit dem zweiten Schuss trifft Tell genau und erschiesst Gessler aus persönlicher Rache. Walters Tod erzeugt den Volksaufstand und neue Machthaber stehen bereit, die Führung des Landes zu ergreifen – und diese “heucheln” Tell zur mythischen Symbolfigur – denn das Volk soll jubeln können!

Alfonso Sastre wurde 1955 vom “Teatro Nacional Madrid” beauftragt, das Schauspiel von Friedrich Schiller für Spanien umzuarbeiten. Er pointierte die sadistische Perversität des faschistischen Regimes in Spanien derart, dass die Aufführung umgehend von der Zensur verboten wurde und erst im Jahr 1972 in Cagliari, Sardinien in kleinerem Rahmen uraufgeführt wurde.
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Alfonso Sastre am Tag nach der Premiere, wir sassen in unserem Garten bei einem kleinen, privaten Brunch zusammen – und da sagte Er:

“… ich bedanke mich bei allen Beteiligten! … und bin froh, so sehr froh, dass mein Tell, ‘… mit seinen traurigen Augen …’ nun wirklich auch  seine richtige Uraufführung  erleben konnte, in dieser Dimension … in dieser Leichtigkeit … Ernsthaftigkeit … hatte ich es mir immer vorgestellt. Danke! … allen!”

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Zum Projekt, Stück, Inszenierung:
sehen Sie die  Pressestimmen  oder auch die  Gespräche.  Stephan Ramming hat mit Beteiligten gesprochen.


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Die  Gespräche  aus dem Programmheft  – pdf
>>>   Stefan Ramming – Redaktion
>>>   Alfonso Sastre
>>>   Bruno Merlo
>>>   Gian Gianotti
>>>   Mathias Gnädinger
>>>   Michael von Burg
>>>   Fabian Neuhaus
>>>   Barbara Wirz
>>>   Fritz Fankhauser
>>>   Der Dank
>>>   Impressum

 

Gian Gianotti, Eine Erinnerung an die Arbeit mit   >>>  Mathias Gnädinger

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Fotos: © Bruno Bührer, Schaffhausen

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Weitere 3 Fotos von >>> Bruno Bührer
Weitere 106 Fotos aus den Proben von >>> Sylvia Hüsler
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Pressestimmen:

>>>  ‘Ich möchte um die Figur ringen müssen’ Schaffhauser az, Praxedis Kaspar 18.6.97
>>>  Ein spanischer Tell kommt nach Schaffhausen Schaffhauser Nachrichten, Ste. 27.7.97
>>>  ‘Das Stück trifft nicht den ersten August, sondern leicht daneben’ Schaffhauser az 27.9.97
>>>  Spanischer Tell in Schaffhauser Stahlwerk Bodensseregion, Roger Steinmann 8.4.98
>>>  Tells Geschoss in der Stahlgiesserei Schaffhauser Nachrichten, E.F. 24.6.98
>>>  Schaffhauser Sommertheater akzente Juli-August ’98
>>>  Wilhelm Tell hat traurige Augen Theater Zytig Juli-August ’98
>>>  Wilhelm Tell hebt ab Schleitheimer Bote, R. Schlatter 6.7.98
>>>  Kinder über für die Apfelschussszene Schaffhauser Nachrichten, MB. 9.7.98
>>>  Spielort mit Brisanz Schaffhauser az, Praxedis Kaspar 9.7.98
>>>  Mathias Gnädingers ‘Tellgeschoss’ Schaffhauser Nachrichten, Edith Fritschi 25.7.98
>>>  Wilhelm Tell lässt einem nicht mehr los Klettgauer Zeitung, dn 5.8.98
>>>  ‘Tell 98’ – Grundfesten überdenken Schaffhauser Bock, uk.,pd 3.8.98
>>>  Glückliche Familie Tell Bote vom Untersee, sr 4.8.98
>>>  Sommertheater, Schwerstarbeit in der Stahlgiesserei Schaffhauser Nachrichten 5.8.98

>>>  Sommertheater-Premiere am Freitag Schaffhauser Bock, ev. 5.8.98
>>>  Wilhelm Tell erschiesst Walterli Blick 5.8.98
>>>  Wilhelm Tell hebt ab Die Südostschweiz, Martha Morandi 5.8.98
>>>  Gezielt und getroffen Coop Zeitung 5.8.98
>>>  Spiel der Männer in der Fabrik Schaffhauser Nachrichten, Agenda, Wolfgang Schreiber 6.8.98
>>>  Regen fürs Sommertheater Schaffhauser Nachrichten, W.S. 6.8.98
>>>  Spiel der Männer in der Fabrik Wochen ExPress, Wolfgang Schreiber 8.6.98
>>>  Tell in der Stahlgiesserei Schaffhauser az, ba. 6.8.98
>>>  Uugrächtigkeite WochenZeitung, aw. 6.8.98
>>>  Alfonso Sastre ‘Ich bin begeistert’ Schaffhauser Nachrichten, efr. 8.8.98
>>>  Mutiger Tell trifft Zuschauergunst Blick, Daniel Arnet 8.8.98
>>>  Tell-Premiere vor vollem Haus Schaffhauser Nachrichten, E.F. 8.8.98
>>>  Tells Premieren-Geschoss – ein Volltreffer Schaffhauser Nachrichten, E.F. 8.8.98
>>>  Die Verweigerung des Hauptdarstellers SonntagsZeitung, Bea Emmenegger 9.8.98
>>>  Der etwas andere Apfelschuss Schweizer Illustrierte, Susanne Strässle 10.8.98
>>>  Ein Freiheitsheld, der lästig wird Basler Zeitung, Maya Künzler 10.8.98
>>>  Gar traurig ist es, wenn der gute Wilhelm Tell daneben schiesst Aargauer Zeitung, sda 10.8.98
>>>  Schiesst und trifft prompt daneben Basler Zeitung, Benedikt Scherer 10.8.98
>>>  Trauriges Revolutionsdrama Der Bund, Sonja Augustin 10.8.98
>>>  Wenn Wilhelm Tell danebenschiesst Südostschweiz, Stefan Borkert 10.8.98
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Wenn Wilhelm Tell danebenschiesst Bündner Tagblatt, sda 10.8.98
>>>  Wenn Wilhelm Tell danebenschiesst Zeitung für Baselland, sda 10.8.98
>>>  Wilhelm Tell hat wirklich traurige Augen Klettgauer Zeitung, tm. 11.8.98
>>>  Ein betrogener Wilhelm Tell Der Landbote, Tobias Hoffmann 11.8.98
>>>  ‘standing ovations’ Schleitheimer Bote, sda 11.8.98
>>>  Tödlicher Apfelschuss mit Karabiner Thurgauer Zeitung, Christof Münger 11.8.98
>>>  ‘Schiess numä Vater’ Die WochenZeitung, Beat Sterchi 14.8.98
>>>  Ein Schuss ‘ins Schwarze’ Schaffhauser Bock, Elisabeth Vetter 20.8.98
>>>  Frau Tell für eine Sommersaison Klettgauer Zeitung, dn 28.8.98
>>>  Mathias Gnädinger als trauriger Tell Coop Zeitung, Karin Minder 26.8.98
>>>  Ein Lehrstück – vor allem aber mitreissendes Theater Information Szene, Hansueli W. Moser-Ehinger 29.8.98
>>>  ‘Tell’ zum Letzten Schaffhauser Bock 9.9.98
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