Freilichspiele Chur

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Am 27. März 1981 wurde der  VEREIN FREILICHTSPIELE CHUR  im Sitzungszimmer des Restaurant Pestalozza in der Rabengasse gegründet.

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Zur Gründungsversammlung: … die grösste Zeit der Gründungsversammlung ging für die Frage nach dem Namen drauf: Sollte diese Organisation nüchtern und alles ermöglichend “Verein Freilichtspiele Chur” heissen oder doch ganz einfach nach Albi Brun: “Churer Theater Vorussa”. Die Bezeichnung Freilichtspiel hatte eine historisierende Aura, etwas vom Festspielcharakter war dem in der Praxis und Erfahrung nicht abzusprechen, die grossen Festspiele der “Calvenfeiern” 1899 und 1949 klangen noch immer nach, und das wollte man nicht. Nicht die Festspielwerte der Vergangenheit sollten mit unseren Produktionen unterstrichen werden, sondern das neue Potential: THEATER zu SPIELEN im FREIEN. Einiges wurde damit geäussert. Es sollte “Theater” sein ohne Festspieltendenz, keine Historie und Gedenkfeierlichkeiten sondern “Theater” als Gespräch, als Wort- und Situationsspiel, als Darstellung der Charakter- und Beziehungsnetze. Im Freien, nicht eingeengt von Mauern und kleinen Dimensionen, das Detail der Theaterarbeit in der grossen Umgebung, die Sorgfalt in der grösstmöglichen Grosszügigkeit. Das überzeugte die Gründungsmitglieder und später mit der ersten Produktion sollte auch das Publikum davon überzeugt werden.

Der Statutenzweck, Art. 2: Der Verein bezweckt die Organisation und Durchführung von Theater und ähnlichen Veranstaltungen im Raume Chur.

Der erste Vorstand: Ursula Buchli, Gian Gianotti, Diego Giovanoli, Hans Peter Hänni, Nesa Schiesser
Revisoren: Marianne Sonder, Vreni Sulser

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Als erste Produktion wurde meine Inszenierung des Theaterprojektes  CAMPIELLO  von Carlo Goldoni in der Ausstattung von Robert Indermaur, als Freilichtspiel auf dem Arcas in Chur ins Auge gefasst, und mir wurde auch die künstlerische Verantwortung des Vereins für die nächsten Jahre erteilt.

Der Vorstand wurde beauftragt, die Vereinbarungen und die Finanzierung des Projektes vorzubereiten und die Produktion zu begleiten.

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Die Projekte unter meiner Künstlerischen Leitung bis 1991:

1981     CAMPIELLO  von Carlo Goldoni, Regie Gian Gianotti
1982    MITTSOMMERNACHTSTRAUM  von William Shakespeare, Regie: Jean Grädel
1983    MUTTER COURAGE  von Bertolt Brecht, Regie: Gian Gianotti
1984    Der DRA DRA  von Wolf Biermann, Regie: Jean Grädel
1986    DER SELBSTMÖRDER  von Nikolai Erdmann, Regie: Wolfram Berger
1987    LUMPAZIVAGABUNDUS  von Nestroy, Regie: Kamil Krejci
1988    YERMA  von Federico Garcia Lorca, Regie: Joseph Arnold
1990    SCHIFFBRUCH  von Eva Roselt, Regie: Andrea Zogg
1991     Die VÖGEL  von Aristophanes, Regie: Gian Gianotti

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Zur weiteren Tätigkeit des Vereins FREILICHTSPIELE CHUR sehen Sie:
>>>   Verein Freilichtspiele Chur

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Nach 20 Jahren konnte ich auf Wunsch der kantonalen Medien folgenden Artikel verfassen:

>>>   ZUR ENTSTEHUNG DER FREILICHTSPIELE IN CHUR, pdf 3 Seiten

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