Gianotti, JOHANNA & Co.

 

 

Gian Gianotti,  JOHANNA  & Co.  –  Eine szenische Lesung im Studio.

Schlosstheater Celle, Malersaal,  1994   S / DE
Intendant:  Serge Roon

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Mit:
Susanne Burkhard
Christine Passow
Isabella Wolf
Veronika Wolff

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Die Angaben aus dem Spielzeit-Programm:

Mittel-Seite 28-29

Studio im Malersaal

Bisher wurde hier gehandwerkt. In Zukunft soll es so bleiben.
Wir werden im Malersaal, in dieser nüchternen
Atmosphäre ohne Vorhang, doppelten Boden, Flimmer
und Glimmer, Projekte erarbeiten, Werkstatt-Theater machen.
Wir wollen hier handwerklich mehr riskieren als auf der Hauptbühne.
Was auch meint: extrem, überraschend,
aber auch spielerisch Theater machen.
Damit werden wir einem neugierigen Publikum die
Möglichkeit geben, uns genauer auf die Finger zu sehen, zu
erleben wie manchmal aus Handwerk Kunstwerk wird.

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Seite 32:

Johanna, eine Frau.

“Ditié de Jeanne d’Arc” von Christine de Pisan
“Johanna” von Martin de Franc
“Dame du temps Jadis” von François Villon
“Jeanne d’Arc in Heinrich VI” von Shakespeare
“Johannae virginis Francae” von Vallerand de Verranes
“Tragedie de Jeanne d’Arques” von Anonym
“Jeanna Darcia” von Nicolaus Vernulaeus
“Die Heldin von Orléans” von Johann Gottfried Bernhold
“Die heilige Johanna” von Friedrich Schiller
“Die heilige Johanna” von Bernard Shaw
“Die heilige Johanna der Schlachthöfe” von Bertolt Brecht
“Johanna auf dem Scheiterhaufen” von Paul Claudel
“Jeanne d’Arc” von Max Mell
“Jeanne oder die Lerche” von Jean Anouilh

… wer ist Johanna?

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Johanna
Ein szenisches Projekt
von Gian Gianotti

Inszenierung: Gian Gianotti
Ausstattung: Linda Kowsky

ab 28.01.1994

 

 

 

Was das Projekt wollte:

Text:  Gian Gianotti,  Johanna & Co.

Die Produktion wollte eine engagierte, schnelle und direkte Theater-Kommunikation im neuen  “Studio im Malersaal”  definieren. Das Thema von Schiller, Shaw, Brecht, Anouilh u.a. … hätte mit Zitaten aus aktuellen Berichten zur  “Johanna-Haltung-Heute”  ein eher jüngeres und engagiertes Publikum erreichen und aufbauen wollen.

Theater-intern wollte ich als Oberspielleiter mit dieser Produktion neue theatralische Arbeitsweisen der  Szenischen Lesung  angehen:   vom direkten Gespräch über die Lektüre bis zur theatralischen Darstellung und Diskussion.

Nach der ersten Probewoche wurde das  Projekt  am 11. Januar 1994 vom Intendanten abgesetzt.
Damit war mein Vertrag als Oberspielleiter in Celle gebrochen und die Zusammenarbeit abgeschlossen  –  Schade …

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PS:
Nach über 20 Jahren kann ich nur sagen:   Zum Glück !
Nur mit Druck kann man kein Theater machen  –  Zum doppelten Glück !

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