Gianotti, EIN HORT, DAHIN ICH IMMER FLIEHEN MÖGE

2001     M / S / D / RR / ES / LT

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Verschiedene Autoren und Komponisten
Gian Gianotti Textzusammenstellung und
Matthias Weilenmann Musikalische Auswahl und Koordination

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“Ein Hort, dahin ich immer fliehen möge”

Grafik: Roger Staub

Eine musikszenische Einrichtung mit Texten zum Sicherheits- und Schutzdenken in der Schweiz

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Das offizielle Kulturprogramm von SH-500 und ZH-650 Jahre in der Eidgenossenschaft
Eine Produktion von theaterforum.ch in Zusammenarbeit mit dem Verein Sommertheater Schaffhausen 2001

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Premiere: 12. August 2001, 20.00 Uhr im MUNOT, Kasematte – Schaffhausen
Weitere Aufführungen in  Schaffhausen:
16., 17., 19., 23., 24., 25., 26.,  30., 31. August, 7., 8., 9. September 2001

Vorstellungen in  Uster, Reformierte Kirche: 5. und 6. Oktober 2001
Vorstellungen in  Zürich, Musikkonservatorium Florgasse: 19. und 20 Oktober 2001
Vorstellungen im  Theater Winterthur15. und 16. November 2001

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“Ein Hort, dahin ich immer fliehen möge”

Ein Theaterprogramm zum Sicherheitsdenken der Schweiz, im Rahmen der Feierlichkeiten zu „Zürich 650 und Schaffhausen 500 Jahre Beitritt zur Eidgenossenschaft”

 

Die Beteiligten

Matthias Weilenmann – Musikalische Konzeption und Leitung
Gian Gianotti – Projektleitung, Ausstattung, Inszenierung
Martin Derungs – Musikdramaturgie mit Matthias Weilenmann

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Barbara Wirz – Kostüme
Rolf Derrer – Beleuchtungskonzept

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Felix Pletscher – Technische Leitung
Christine Schneider – Presse
Roger Staub – Grafik, Plakat
Bruno Bührer – Fotografie

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Musiker, Musikerinnen
Monika Baer
Julian Behr
Nicola Cumer
Jessica Horsley-Marshall
Mario Huter
Felix Knecht
Giuseppe Lo Sardo
Katharina Lugmayr
Dagmar Weilenmann
Martin Zeller

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Gesang
Tino Brütsch
Martina Fausch
Kelly Landerkin
Michael Raschle
Akira Tachikawa

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Schauspielerin
Monika Dierauer

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Chor
Rosmarie Asal
Angela Bänteli
Julia Bolli
Verena Erne
Dorothee Fürer
Lenz Furrer
Rosmarie Gansner
Hilla Genther
Kaspar Hauser
Susanne Hyla-Eggenberger
Adèle Lukácsi
Anna Mastroboni
Walter Rüegg
Gina Sparano
Eleonore Strehler
Elvira Volpe

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Technik
Urs Ammann
Fabian Amsler
Felix Pletscher

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Mitarbeit
Kostüme und Fahnen: Nicole Styger, Walter Wirz
Technik: Delux Zürich, Thomas Brunold, Isabel Lehmann, Florian Spühler

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Projektgruppe Schaffhausen
Richard Meier, Roger Staub, Matthias Freivogel, Gian Gianotti

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“Ein Hort, dahin ich immer fliehen möge”

Musik-Szenische Einrichtungen mit Texten zum Sicherheits- und Schutzdenken in der Schweiz

Ein offizielles Kulturprogramm zu den Feierlichkeiten SH-500 und ZH-650

Als damals die Regionen und Städte zusammenfanden war das ein Zeichen einer Suche nach Sicherheit, nach Stärke und Zukunft. Die Gründe sind so vielfältig wie deren Deutungsmöglichkeiten. Unter diesem Titel, einem Zitat aus der 9. Motette von Heinrich Schütz, wollten wir einige Hauptaspekte thematisieren und sie in verschiedene Kontexte stellen.

Nach der Uraufführungseinrichtung in der Kasematte im Munot möchten wir dieses Thema und Programm auch in anderen Räumen angehen. Unter der jeweiligen Bedeutung des Ortes verändern sich Aussage und Wahrnehmung, auch wenn die Programmfolge dieselbe bleibt. Was wird anders? Die ganze Rezeption. Im sakralen Kontext in Uster werden die Aussagen unwillkürlich vermehrt unter dem religiösen Aspekt assoziiert, und die Musik, sowie das gesprochene Wort werden im Konzert- und im Schulungsraum wieder ganz anders “klingen”. Auf der Theaterbühne wird die naturalistisch-räumliche Konfrontation mit dem Munot wegfallen, dafür wird sich die theatralische Dimension vorschieben. Die militärische Propaganda wird in der Kirche anders als im Konzertraum “auffallen”. Ebenso die Ode, die Poesie, die Hoffnung, die Ohnmacht, die Sehnsucht.

Das Thema Sicherheit wollte also nicht allein militärisch, kirchlich, musikalisch oder theatralisch angegangen werden, sondern sensibler und mehrschichtig nach der Orientierung des Menschen in seiner inneren militärischen, kirchlichen, musikalischen oder theatralischen Psyche, Interessenslage oder Wahrnehmungsfähigkeit. Sicherheit ist nicht eine Tatsache, nicht ein sicheres Kapital und auch nicht unveränderbar. Sicherheit verändert sich täglich, stündlich und mit jeder Begegnung, mit jeder Umstimmung der inneren Gefühlslage, mit jeder Kommunikation und Perspektive. Ein barscher Befehlston oder eine angenehm-freundschaftliche Stimme verändern die Sicherheitslage einer Person und damit das Sicherheitsbedürfnis einer Nation.

Das Programm “Ein Hort, dahin ich immer fliehen möge” möchte verschiedene Seiten dieses Bedürfnisses skizzieren. Wir suchten verschiedene Facetten der persönlichen Sensibilität im Umgang mit dem Schutz- und Sicherheitsbedürfnis. Jede menschliche Erfahrung definiert wieder andere Bedürfnisse. Im offenen Krieg, im persönlichen Bunker, im aufklärenden Gespräch, im achtsamen Umgang mit Mitmenschen und Umwelt … und warum nicht: auch im härtesten und gleichzeitig friedvollsten Probenstadium eines Kulturprojektes, bauen wir uns unsere jeweils ganz individuellen Sicherheitsstrukturen. Einige Eckwerte, die wir uns für die Zusammenstellung dieses Programms vorgenommen haben sind genannt und werden mit der Auswahl der Aufführungsorte unterstrichen. Die einen konkurrenzieren die anderen, andere potenzieren sie. Sie sollen nebeneinander stehen können.

Das theaterforum.ch  wurde gegründet, um die Kultur- und Kunstsparten mittels Theaterkommunikation nebeneinander anzuschauen und zu studieren. In der Vision werden diese Grundsätze festgehalten. Wir leben mit dem progressiven Definitionspotential unserer Arbeitsweise. Dass wir uns dieses Jahr mit dem Verein Sommertheater Schaffhausen zusammen gefunden haben ist als grosser Schritt zu betrachten: In einer Koproduktion gehen wir auch in der Umsetzung unserer Visionen weiter. Was sich vor uns auftut ist nicht “nur” ein Weg, es ist eher ein Platz. Unter Agoraphobie leiden wir nicht, vor grossen Plätzen schützen wir uns in der Erkundung ihrer Möglichkeiten und Dimensionen: friedvoll und aktiv, vor allem neugierig, herauszufinden wo die Zusammenhänge sind, wo die Grenzen.

Vor einigen Tagen ist ein kurzer Text von Nostradamus herausgestrichen worden, eine Vorsehung, die wir als mögliche Dimension der Erkundung haben wollten. Wir sind davon abgerückt, weil wir die Vorsehung zugunsten der Vorsicht aufgegeben haben: Bei richtiger Vorsehung, zum Beispiel einer Katastrophe, trifft die Katastrophe ein, richtige Vorsicht kann sie womöglich umgehen, umschiffen, umfahren, oder … spielerisch-leicht “um-singen”.

Gian Gianotti
30. Juli 2001

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Das Projekt und die Autoren

• Die Schweiz als Zufluchtsort oder Insel, empfangend oder abwehrend. Suche nach Schutz, Sicherheit und Identität in vier verschiedenen Strukturen zum Schutz des Lebens, des Geistes, der Erziehung, der Kultur.

Das theaterforum.ch Zürich präsentiert in Koproduktion mit dem Sommertheater Schaffhausen ein musikszenisches Programm mit  Kompositionen  von Hildegard von Bingen (Kyrie 69), Ludwig Senfl (Geistliche Lieder), Heinrich Schütz (Geistliche Chormusik) und Samuel Scheid (Cantiones sacrae) kontrapunktiert von Neukompositionen von Martin Derungs und Fabian NeuhausTexte  zur Suche nach Sicherheit und Geborgenheit aus literarischen und politischen Publikationen des 16. Jahrhunderts und der Gegenwart von  Jürg Amann, Albert Bachmann, Hermann Broch, Luisa Famos, Erich Fried, Erich Fromm, Georges Grosjean, Henri Guisan, Karl Kraus, Heinrich Leuthold, Martin Luther, Gabriela Mistral, Friedrich Nietzsche, Arnold Ott, Pier Paolo Pasolini, Rainer Maria Rilke, Leonardo da Vinci.

• Eine dramaturgische Zusammenstellung zu den Liedern, Motetten und Neukompositionen.

Das Projekt wird szenisch für vier verschiedene  Räume  ortsspezifisch neu eingerichtet und gespielt. Der erste Ort ist der Munot in Schaffhausen, der zweite die reformierte Kirche in Uster, der dritte die Musikhochschule in Zürich und der vierte Ort das Theater Winterthur, am Stadtgarten. Jede Aufführungsserie gilt wieder als eine neue Einrichtung.

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Die vier Aufführungsorte

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Munot Schaffhausen
Der Munot in Schaffhausen, 500 Jahre nach dem Eintritt in die Eidgenossenschaft und kurz vor dem Ausbau der Festung am Emmersberg zum Munot. Mit dem Dreissigjährigen Krieg zog die erste wirklich grosse Konfrontation übers Land, gegen die mit der Festung Abwehrwille und –fähigkeit dokumentiert werden wollte. Hätten sich die Schaffhauser und die Eidgenossen damals wirklich verteidigen müssen, wäre der Bau, nach Plänen und Gedanken von Albrecht Dürer, bereits von der kriegerischen Technik überholt gewesen. Gedanklich und militärisch wurde die Einbunkerung damals und immer wieder definiert als: “Ein Hort, dahin ich immer fliehen möge”.

Aufführungen:
12. August (Premiere)
16., 17., 19., 23., 24., 25., 26.,  30., 31. August, 7., 8., 9. September

Reformierte Kirche Uster
Die reformierte Kirche in Uster. Nach den ersten Präsentationen des Projektes in den Medien in Schaffhausen und in Zürich wurden wir von der Stadtpräsidentin und von der Kulturkommission Uster angefragt, ob das Projekt auch in ihrer Stadt aufgeführt werden könnte. Wir nahmen die Einladung gerne an. Dieser Raum hat historisch-politisch eine relevante Dimension in der Definition unserer ersten schweizerischen Demokratie. Auch das: “Ein Hort, dahin ich immer fliehen möge”.

Aufführungen:
5. und 6. Oktober
Kulturgemeinschaft Uster, KGU
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Musikhochschule Zürich
Die Musikhochschule Zürich, ein Haus der Ausbildung zur musikalischen Kunst, zurückschauend und vorwärtsdenkend. Das Projekt soll unter diesem Aspekt angeschaut und gehört werden. Das Haus als Institution steht musikalisch im europäischen und internationalen Kontext und Gespräch. Die Verständigung über die Sprach- und Kulturgrenzen wird täglich gelebt und angegangen. Europäische und/oder auch internationale “Konflikte” müssen hier verbal und affektiv begreifbar werden: “Ein Hort, dahin ich immer fliehen möge”.

Aufführungen:
19. und 20 Oktober

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Theater Winterthur, Hauptbühne
Das Theater Winterthur als Idee, Programm und Architektur. Theatralisch wird hier das Projekt nochmals definiert, der künstlerische Wert der Vorlage in der Distanz der Bühne nochmals angegangen. Das ganze Haus wird hier miteinbezogen. Das Theater allgemein und jenes in Winterthur als Gastspielhaus insbesondere besteht als Ort und als Idee nur im internationalen Dialog. Die Offenheit im Umgang mit kulturellen und künstlerischen Eigenheiten ist eine existentielle Grundbedingung für die Konfliktlösungen im Leben. In diesem ideellen Kunstraum soll dieses Thema nochmals gesehen und gehört werden. Auch hier also: “Ein Hort, dahin ich immer fliehen möge”.

Aufführungen:
15. und 16. November
Theater Winterthur, am Stadtgarten

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Der Text

>>>  Vorstellungstexte – pdf, 18 Seiten

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Presse zum Projekt

Weisse Beflaggung am Munot!

Was tut sich da? Aus dem Inneren der Wehranlage ertönen seit einigen Tagen seltsame Klänge – und heute die Beflaggung in Weiss! Zeichen einer offenen Burg. Mit Theater und Musik wird hier das offizielle Kulturprogramm der Feierlichkeiten von SH-500 vorbereitet. Die weisse Beflaggung soll jetzt schon, 10 Tage vor der Premiere, darauf hinweisen.

Das offizielle Kulturprogramm trägt die sinnige Bezeichnung “Ein Hort, dahin ich immer fliehen möge”. Zusammengestellt wurde es von Gian Gianotti (Idee und Regie) und Matthias Weilenmann (musikalische Leitung). Der Titel stammt aus einer Motette von Heinrich Schütz. Das musikszenische Programm mit Kompositionen von Hildegard von Bingen, Ludwig Senfl, Samuel Scheid und Heinrich Schütz wird kontrapunktiert durch Uraufführungen von Martin Derungs und Fabian Neuhaus. Eingewoben werden Texte zur Suche nach Sicherheit und Geborgenheit aus literarischen und politischen Publikationen des 16. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Beteiligt am Projekt sind 10 Musiker, 5 Sänger/innen und eine Schauspielerin aus Zürich und Basel sowie 16 Laienspieler/innen aus dem Raum Schaffhausen, die als Chor mitwirken. Für die Kostüme ist Barbara Wirz verantwortlich, für das Licht Rolf Derrer, für die Grafik Roger Staub.

Die Uraufführung dieses ganz besonderen Projektes findet am Sonntag 12. August statt. Es wird dann über das Feierwochenende hinaus als Schaffhauser Sommertheaterproduktion an weiteren 12 Abenden noch bis zum 9. September im Munot gespielt. Danach wird die Inszenierung neu eingerichtet für Aufführungen in Uster, Zürich und Winterthur. Gian Gianotti hat bereits vor drei Jahren für das Sommertheater Schaffhausen den Tell in der Stahlgiesserei mit grossem Erfolg inszeniert. Dieses Jahr hat er für sein Projekt diesen faszinierenden und symbolischen Ort gewählt. Man darf mehr als nur gespannt sein!

Eintrittskarten erhalten Sie beim Tourist Office Schaffhausen, 052  625 51 41 oder unter www.theaterforum.ch

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Erster Premierenbericht:
Montag 13. August 2001, SN Schaffhauser Nachrichten, Region

Texte, Klänge und knisternde Stille

Komplett ausverkauft war die Sommertheaterpremiere in der Munotkasematte gestern Abend: eine starke Inszenierung.

Begeisterte Gesichter nach der zweistündigen Aufführung, die alles andere als leichte Kost war. Ein wahrhaft würdiger Abschluss der 500-Jahr-Feier, die schon mit dem gewaltigen Feuerwerk am Samstagabend ihren Höhepunkt erreicht hatte. So riesig war der Aufmarsch gestern Abend zwar nicht mehr, aber die gut 300 Premierengäste auf den drei Tribünen zeigten keinerlei Ermüdungserscheinungen und klatschten das Ensemble mehrmals auf die Bühne. Unter den begeisterten Zuhörern waren der gesamte Regierungsrat und der Stadtrat – bis auf den Stadtpräsidenten, der verhindert war. Die musikalisch-szenische Collage, die Regisseur Gian Gianotti und der musikalische Leiter Matthias Weilenmann zusammengestellt haben, reicht vom «Kyrie» der Hildegard von Bingen bis zu modernen Klängen von Martin Derungs und Fabian Neuhaus. Die beiden Komponisten wurden heftig gefeiert, ebenso die Musiker des Theaterforums Zürich, die den Spannungsbogen stets auf hohem Niveau gehalten haben.

Einen idealeren Ort als die Kasematte als Klang- und Lichtraum hätte man sich kaum vorstellen können. Und Rolf Derrer, der das Gewölbe abwechselnd in kaltes blaues, dann wieder in warmgelbes Licht tauchte, schaffte damit nachträgliche Reminiszenzen an das Jahrhundertfeuerwerk am Samstag. Waren manche Besucher auf die anspruchsvolle Zusammenstellung mit Prosa und Lyrik aus einer Zeitspanne von fünf Jahrhunderten vorbereitet, liessen andere einfach Atmosphäre und Klänge auf sich wirken – mit all den Brüchen, die die Collage hat. Da wechseln sich harmonische Klänge eines Schütz, Scheidt oder Senfl mit den Dissonanzen der Komponisten aus der Gegenwart ab, und im Hintergrund agiert der Vokalchor mit 16 Laien in Kleidung und Filzhüten, die eine Mischung zwischen Mönchskutten und Wehrmännern darstellen (Kostüme: Barbara Wirz).

So wurde die Collage zu einem Exkurs durch Zeiten und Befindlichkeiten, die das Thema Schutz und Trutz, Flucht und Geborgenheit, Geschichte Realität und Utopie in eindringlichen Bildern darstellt. Die Berufsmusiker und Sänger sowie Sprecherin Monika Dierauer sind stets konzentriert ins Geschehen einbezogen und nutzen den Raum optimal. Wer hätte gedacht, dass sich die Kasematte so wunderbar als Konzertraum eignet? Die akustische Qualität war, da waren sich die Besucher einig, hervorragend, und als man am Schluss im Dunklen versank, herrschte knisternde Stille. Die Inszenierung zog selbst das Munotglöcklein mit ein, das Punkt neun zu läuten begann, und das stille Ende im «Kyrie» – so hatte es auch angefangen – setzte starke Eckpunkte, die von musikalischen Pfeilern auf höchstem Niveau gestützt wurden. Nach dem besinnlichen Ende gings zur Premierenfeier auf die mit Lampions beleuchtete Munotzinne, wo auch die Theaterbeiz stets vor und nach den Aufführungen zum Verweilen einlädt. Die roten und gelben Rosen haben die Mitwirkenden für ihre Leistung mehr als verdient. So wird der Munot, wie schon der Stücktitel sagt, zu einem «Hort, dahin ich immer fliehen möge». (E. F.)

Weitere Aufführungen am 16., 17., 19., 23.-26. und 30., 31. August sowie 7.-9. Sept. jeweils 20 Uhr. Sonntags 18 Uhr.

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Pressestimmen:

>>>  Ein klangvolles Raumerlebnis  Schaffhauser Nachrichten, Nina Sigrist  12.4.2001
>>>  Weitere Pressestimmen

 

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Fotos von © Bruno Bührer, Schaffhausen
Verwendung unter Quellenangabe möglich, bitte der Trägerschaft melden

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Guidon, LA SVOUTA

2000     S / RR / UA

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Jacques Guidon: La Svouta (Die Wende)
Gö liber, Freilichtspiel in Zuoz, Iniziant: Daniel Badilatti

 

LA SVOUTA

von Jacques Guidon
in der Inszenierungsfassung von Gian Gianotti
Gö liber/Freilichtspiel: ZUOZ 2000, Plazza da scoula

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Premiere: 27 Juli 2000, prüma mondiala (Uraufführung)
Aufführungen: 29., 30. Juli,
3., 4., 5., (6. Reserve), 10., 11., 12. (13. Reserve), 16., 17., 18., 19. August, 20. August Reserve
Verlängerungsmöglichkeit: 24., 25., 26. August

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Komitee:
Daniel Badilatti (Präs.), Aldo Pitsch, Arno Sulser, Nina Dazzi, Rico Parli, Gian Gianotti

 

 

Zum Inhalt
Gian Travers 1483-1563 (Zuoz), als Gelehrter, Humanist, Politiker, Militär, Diplomat, Schriftsteller, Theaterautor, Reformator.
Gründer der Romanischen Schriftsprache, Ladinisch. Gründer der ersten Lateinischen Schule in den Drei Bünden, Sankt Nicolai in Chur.
Gedenkfeierlichkeiten zum Millennium.

 

La svouta
Freilichtspiel zur rätoromanischen Identität. Sehen Sie dazu:   >>>  La svouta, Programm    –  pdf  30 Seiten

Inhalt:
13  Daniel Badilatti, Bainvgnieus
14  Daniel Badilatti, Willkommen
15  Daniel Badilatti, Benvenuti
16  Program – Programm
18  Gian Gianotti, Far teater per Zuoz, perche?
10  Gian Gianotti, Theaterspiele in Zuoz, warum?
12  Aus der Vorrede zum Band V, Oberengadinisch der Rätoromanischen Chrestomathie
13  Jacques Guidon, Davart il töch
14  Jacques Guidon, Zum Stück
16  Gian Travers – cuorta biografia
17  Gian Travers – Kurze Biografie
18  Gian Travers – una breve biografia
19  Riassunt dal cuntgnieu
24  Zusammenfassung des Inhalts
29  Riassunto del contenuto
34  Rollas e giuveders – Rollen und Schauspieler
37  Donatuors – Sponsoren – Sponsuors
39  Comitè d’organisazioun – Ortganisations Komitee

 

 

 

Inscenaziun – Gian Gianotti
Szena – Roger Staub
Costüms – Madlaina Gmür
Musica – Martin Derungs
Glüm – Wilfried Potthoff,  Theater Winterthur

 

 

Rollas e giuveders

Gian Travers 1, giuven chi ho stüdgio a l’ester, guvernatur, giurist – Rico Valär
Gian Travers 2, linguist, chancelier da l’ovais-ch, magiurdom – Daniel Badilatti
Gian Travers 3, umanist – Andri Fenner

Aurel 1, giuven famagl da Zuoz – Ludwig Magni
Aurel 2, maun dret da Gian Travers – Gian Piero Parli
Aurel 3, collavuratur critic da Gian Travers – Marco Gilly

Raida 1, giuvna da Zuoz – Ursina Patentalakis
Raida 2, maschnera dals Travers – Carola Bezzola
Raida 3, cumpogna dad Aurel – Laurence Badilatti

Xandra 1, figlia illegittima dal preir da San Güerg – Pia Valär
Xandra 2, duonna gnida a ster a Zuoz – Verena Valär
Xandra 3, cumpogna da Gian Travers – Margrith Bott

Gada 1, giuvna da Zuoz, amia dals iffaunts – Anita Mischol
Gada 2, giuvna antropofila – Verena Meuli-Buob

Burghard, servitur fidel da Gian Travers – René Müller
Güstin, giuven da Zuoz, collavuratur da Gian Travers – Hansjörg Buob

Spejel etnologic – Maud Kobelt

Peter Bart Padrun, preir da San Luzi – Gianin Caviezel
Custant Georgius, chaplaun a San Bastiaun e Sta. Chatrigna – Lench Nuotclà
Nuot Giaclin, presbiter – Gian Marchet Niggli

Raduolf Pernisch, umanist – Brosi Gilly
Marcus Alpinus Tatius, umanist – Jon Candrian
Philipp Galicius, refuormatur – Jost Falett
Johannes Blasius, refuormatur – Jon Candrian

Ippolit von Salis, sindicatur da las Trais Lias – Daniel Ardüser
Andreja de Planta, cuvih da Zuoz – Karl Klarer
Jan Martign Raschèr, cuvih da Zuoz – Franz Waser

Dumeng Ambriesch, hom – Christian Meuli
Göri Truesch, marangun – Roberto Zanetti
Bram da Clo zop, giuven chavaller da soma – Hansjörg Buob
Fadri Fadrella, chavaller da soma – Gian Piero Parli
Duri Fuglüm, farrer – Peter Angelini
Gian Arard, il müt – Arno Sulser

La Bua, il chirurg da champagna – Marco Gilly

Andraja Gialun, güdisch da pêsch – Gian Rudolf Caprez
Il nuder – Gian Marchet Niggli
Serviturs dal güdisch da pêsch – Peter Angelini, Brosi Gilly
Göri Petsch, misteraun – Lench Nuotclà

Mercenari 1, Chasper – Giachen Marugg
Mercenari 2, Guolf – Hansjörg Buob
Mercenari 3, Lurainch – Guadench Mischol
Mercenari 4 – Peter Angelini
Mercenari 5 – Brosi Gilly
Mercenari 6 – Roberto Zanetti

Mohr, mess da cumün da Susch – Guadench Mischol

L’incuntschaint – Edith Müller

Arman, giuven dit Poppel, giova Josef – Christian Meuli
Biet, giuven dit Rabiz, giova Ruben, il frer da Josef – Rico Valär
Lüzo, giuven dit Zizi, giova Zabulon, il frer da Josef – Michele Badilatti
S-cher, giuven dit Muschna, giova il marchadaunt – Ludwig Magni
Lücha, giuven dit Puina, giova Jacob, il bap da Josef – Brosi Gilly
Giosuel, giuven dit Chazzot, ho banduno ils stüdis, giova Potiphar – Giachen Marugg
Mun, giuven dit Chuogl, giova il sudo da Potiphar – Rico Valär
Fila, giuven, giova Mecha, la duonna da Potiphar – Peter Angelini
Ri, giuven dit Patügl, giova Zahia, la chambrera da Mecha – Roberto Zanetti

Muna, giuvna – Anna Caprez
Giosua, giuvna – Charlotte Schucan
Ughetta, fulastera da derivaunza taliauna, amia dal mercenari Pol – Nicoletta Gassler
Inglina, giuvna trista – Laura Meng
Ligrezcha, duonna in led – Lilly Mischol
Naina (Madlaina) duonna giuvna – Chatrina Willy

Güstina, collavuratura da Gian Travers, duonna chi so leger – Annemieke Buob
Detta Nayra, veglia dischillusa – Anita Grundbacher
Giogscha, veglia in dispitta cun Detta Nayra – Marlies Zuber
Giogscha, duonna – Edith Müller

 

Iffaunts gruppa 1
Alesch – Christof Buob
Baldin Petsch – Michele Badilatti
Tati – Peder Sulser
mat – Aligi Badilatti
Mina – Martina Sigrist
Turitea – Nadia Federspiel
Una – Romina Sigrist
matta – Carmen Federspiel
matta – Marina Hosang

Iffaunts, gruppa 2
Alesch – Ursin Gilli
Baldin Petsch – Dumeng Bezzola
Tati – Tino Schlumpf
mat – Andreia Bezzola
Mina – Caterina Patentalakis
Turitea – Flurina Bezzola
Una – Aita Sulser
matta – Nadine Camichel
matta – Marianna Patentalakis
matta – Claudia Zanetti

 

Homens da Zuoz
Daniel Ardüser, Daniel Badilatti, Gian Rudolf Caprez, Marco Gilly, Gian Marchet Niggli, Lench Nuotclà, Gian Piero Parli

Giuvnas da Zuoz
Anna Caprez, Laura Meng, Anita Mischol, Seraina Nuotclà, Ursina Patentalakis, Charlotte Schucan, Pia Valär, Sabina Wyss

Duonnas da Zuoz
Laurence Badilatti, Carola Bezzola, Margrith Bott, Annemieke Buob, Anita Grundbacher, Verena Meuli-Buob, Lilly Mischol, Edith Müller, Verena Valär, Chatrina Willy, Marlies Zuber

 

 

Fotografias: Ivo Andri, Müstair

 

 

 

 

 

 

Projekt-Leitungsmitglieder

Roger Staub
Ausstattung Grafiker. Verschiedene Ausstattungen, zuletzt beim TIF Theater im Fass, Momoll Jugendclub und Sommertheater in Schaffhausen und Ausstattungsassistenzen, zuletzt im Theater Basel, beim Schaffhauser Sommertheater 1998 TELL und bei Marc Deggeler in Berlin / Prag (Schweizer Beitrag an der Quadriennale).

Gianni Secchi
Bauten, Architekt in Zuoz. Umsetzung der Modelle, Arbeitsvergaben und Bauüberwachungen.

Gudensch Mischol
Gemeindevorarbeiter Zuoz. Koordination und Leitung der baulichen und verkehrstechnischen Gemeindeleistungen.

Madlaina Gmür
Kostümbildnerin. Verschiedene Ausstattungen zuletzt in Florenz und Sondrio.

Monica Merz
Textildesignerin, Privat wohnhaft in Zuoz, Leitung des Kostümateliers.

Martin Derungs
Musiker und Komponist, Zürich. Komposition Lieder und Rhythmen,

Albert Gaudenz
Chor- und Musikleiter, Lehrer in Zuoz.

Jacques Guidon
Autor, Kunstmaler. Ehemals Sekundarlehrer und Kulturbeauftragter der Lia Rumantscha. Verschiedene Publikationen, Theaterstücke und eigene Inszenierungen.

Rico Parli
Theolog, ehem. reformierter Pfarrer in Zuoz. Dramaturgische Beratung.

 

 

 

 

 

>>>  Weitere 50 Fotos von Ivo Andri

 

 

INFORMATION SZENE, Nr. 975
5. August 2000

«La svouta»
von Jacques Guidon

Es ist etwas eigenes um Theater-spiele, in denen Dorfgemeinschaffen aus ihrer eigenen Geschichte schöpfen: nicht zuletzt entdecken sie dabei ihre Gegenwart. «La svouta» («Die Wende») von Jacques Guidon, gespielt auf dem Schulhausplatz von Zuoz in der Inszenierung von Gian Gianotti, gilt vordergründig Gian Travers, dem Schöpfer der ladinischen Schriftsprache, und seinem Lebensweg zum Reformator.

Ich finde es immer wieder spannend, über eine Aufführung nachzudenken, von der ich – fast ohne Ausnahme – kein Wort verstanden habe, weil mir die Sprache, in der gespielt wird, fremd ist. Im Publikum zu sitzen, mich von ihm in die Aufführung tragen zu lassen, ist eines – aber die Verarbeitung ist nicht so einfach, auch wenn das Programmheft Texte, Inhaltsangaben und Zusammenfassungen auch in Sprachen enthält, die ich verstehe. Das hilft – aber das Verstehen ist oft indirekt.

Roger Staub hat auf den Platz eine Bühne in Form von gewölbten Hügeln aus Brettern gestellt, eine Art Landschaft, aus deren Untergrund immer wieder Geräusche zu hören sind: da bewegt sich untergründig nicht wenig – zu erkennen ist es nur indirekt. Bevölkert wird diese Szene von Dutzenden von Kindern, Frauen und Männern – wobei die Reihenfolge nicht zu Wertungen verführen soll. Gerade die Kinder zeigen viel Hintergründiges, demonstrieren mit ihren Spielen Einordnung und Ausgrenzung, die gesellschaftlichen Voraussetzungen, in denen Travers vom jungen Mann, der auszieht, sich zu bilden, bis zur Vaterfigur für die ganze Landschaft sich entwickelt. Gian Gianotti lässt ihn von drei Akteuren unterschiedlichen Alters spielen – wobei diese Rollenträger sich offen ablösen: irgendwo steht schon der Mann, wenn der Jüngling zurückkommt, und wenn dieses Stadium erfüllt ist, steht längst der Alte bereit. Nicht nur das: jedes dieser «Alter» ordnet sich wieder in das Volk ein, aus dem es hervorgetreten ist – ein schön inszenierter Wandel.

Denn auch dieser Travers ist, in welchem Alter auch immer eine Figur unter vielen – und diese Vielen sind, Kinder, Frauen und Männer, subtil detailliert nicht nur in ihrem sorgfältig choreographierten gemeinsamen Auftreten, sondern auch als einzelne Charaktere – und beileibe nicht bloss über ihre (im übrigen durchwegs überzeugend sorgfältig artikulierte) Sprache – sonst hätte ich diese Differenzierung ja nicht mitbekommen können.

Klänge spielen in dieser Aufführung eine wichtige Rolle: Schläge, die aus dem Untergrund Handwerk suggerieren, Geräusche marschierender Füsse in hohen Schuhen – und nicht zuletzt die von Martin Derungs komponierten gesungenen Chöre. Exzellent in der subtilen Charakterisierung auch die Kostüme von Madlaina Barsanti-Gmür: durchwegs grau in grau gehalten beim Volk, kontrastiert durch schwarze Anzüge und farbige Kravatten bei den Honoratioren.

Hansueli W. Moser-Ehinger

 

 

Pressestimmen: 

>>>  La svouta – ün gö liber davart la vita da Gian Travers  Engadiner Post, mf.  21.11.1998
>>>  Il gö liber ‘La Svouta’ a Zuoz prosperischa  La Quotidiana, Claudio Prader  9.6.99
>>>  Das Stück: La svouta – die Wende  Evviva, rt/pd  20.11.99
>>>  Moderne hommage an Gian Travers  DIE SÜDOSTSCHWEIZ, Aldo Mathis  27.6.2000
>>>  A Zuoz regna travasch ed euforia  La Quotidiana  20.7.00
>>>  Kleider machen Leute  Engadiner Post, rs.  20.7.00
>>>  Moderne Hommage an Gian Travers  Bündner Zeitung, Aldo Mathis  24.7.00
>>>  Grandiusa premiera da ‘La Svouta’ a Zuoz  Engadiner Post  29.7.00
>>>  Diverse Ankündigungen  31.7.00
>>>  Ladiner Renaissance  Bündner Tagblatt, Gieri Cavelty  31.7.00
>>>  Trais Travers traversan il Temp  La Quotidiana, Fögl Ladin, va; anr/be  31.7.00
>>>  Omaggio alla libertà di coscienza  Il Grigione Italiano, br, gaw  2.8.00
>>>  En viadi e’l temp da Travers  La Quotidiana, Barbla Etter, ANR  3.8.00
>>>  Il giuven Gian Travers dà audienza  La Quotidiana, Flurin Andry, ANR  3.8.00
>>>  ‘La svouta’ Premiere in Zuoz  Information Szene, Hansueli W. Moser-Ehinger  5.8.00
>>>  L’atmosfera da ‘La svouta’ es unica  La Quotidiana, anr/be  7.8.00
>>>  L’atmosfera da ‘La Svouta’ es unica  Engadiner Post, anr  17.8.00
>>>  ‘La Svouta’ – le lingaz scrit ciafa forma  La usc di Ladins furlans  26.8.00
>>>  Revista da l’an  Quotidiana  Dez. 2000

 

 

 

Derungs Gion Antoni, IL SEMIADER

1996     O / RR s

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Plakat: Paolo Pola

Gion Antoni Derungs:  IL SEMIADER
zweite rätoromanische Oper

Libretto: Lothar Deplazes

 

 

Premiere: 13. Juni 1996, 20.00 Uhr im Stadttheater Chur, Uraufführung
Weitere Vorstellungen: Freitag 14.6. 20.00 Uhr, Samstag 15.6. 19.30 Uhr und Sonntag 16. Juni 16.00 Uhr

Orchestra della Svizzera Italiana, Lugano

 

 

Musikalische Leitung – Sylvia Caduff
Inszenierung – Gian Gianotti
Ausstattung, Kostüme – Ruth Schürmann
Licht-design – Rolf Derrer, DELUX Zürich
Kostüm-Atelier – Martha Morandi

Choreinstudierung – Iso Albin, Gion Antoni Derungs
Korrepetition – Risch Biert
Maske – Cordula Pompino
Medien – Heidi Derungs
Grafik – Paolo Pola

 

Projektleitung – Gion Antoni und Susi Derungs

Patronat – Lia Rumantscha, LR

 

 

Besetzung:

Alfons, il semiader / der Träumer – Claudio Danuser
Carpett, Galeriebesitzer – Jean-Jacques Knutti
Brida, Sekretärin – Judith Graf
Kommissarin – Lucretia Lendi
Giacometti – Georg Fluor

Hl. Martin – Rico Peterelli
Königin von Saba – Barbara Sutter
Sr. Madlaina, Krankenschwester – Claudia Grazioli
Barblina, Patientin – Barbara Sutter
Dumeni, Patient – Georg Fluor

 

Chöre, ad hoc
Galerie- und Klinikbesucher, Bettler, Kranke in der psychiatrischen Klinik, Gefolge der Königin von Saba, Gefolge von Salomon:

Sopran
Kathrin Bonorand, Francisca Bontognali, Ursina Gerber, Vera Lardi, Lucia Lechmann, Doris Loretz, Miriam Manetsch, Elisabeth Pieth, Brida Stgier, Margrit Sulser, Inge Venzin, Caecilia Weber, Käthi Zendralli

Alt
Fina Blumenthal, Verena Bondolfi, Carla Cantieni, Vreni Caprez, Marcellina Casanova, Susy Derungs, Esther Devonas, Anny Frank, Regula Gees, Regula Maissen, Martina Vincenz-Riedi

Tenor
Marc Friberg, Andrea Kuratle, Christoffel Nay, Alex Nay, Martin Pally, Christian Schnöller, René Siegenthaler, Giusep Schwarz, Alois Tambornino, Rico Tambornino, Walter Uffer

Bass
Peder Antona Augustin, Duri Alig, Gieri Cadruvi, Adrian Camartin, Rico Caviezel, Christian Collenberg, Carli Elvedi, Ciril Lombriser, Vendelin Lombriser, Martin Ulber

 

Bewegungschor, Giacometti-Figuren
Ladina Caviezel, Barbara Christoffel, Alexa Giger, Petra Giger, Léonie Hunger, Rosmarie Steinmann, Elisabeth Sulser

 

Begleiterinnen der Kommissarin
Silvia Bearth, Ricarda Lutz

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Technische Mitarbeiter/innen
Simone Girardin – Kostümatelier
Serge Schmucki – Beleuchtung
Marina Morandi – Maske
Rald Feiner – Werkstatt
Gezim Rama – Technik

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Zum Inhalt
Von der bildenden Kunst in Handel und Restauration – zwischen, Identität, Leidenschaft und Verbrechen.

In einer Kunsthandel-Galerie, eine Führung findet statt, ein erschlagener Mann liegt am Boden. Die kriminologische Aufklärung fängt vor dem Publikum an. Verdächtigt wird der Restaurator, weil er Kunst und Leben, Realität und Fiktion nicht ganz und immer unterscheiden kann. Und verdächtigt wird auch der Galerie-Besitzer, der es mit dem Handel nicht so genau nimmt. Die Beschäftigung mit der bildenden Kunst soll die Möglichkeiten, Gründe und Erklärungen ans Licht führen – und was sind schon Licht und Farben …? Und was Kunst, was Liebe und was Irrsinn?

Die Zusammenfassung:   >>>   IL SEMIADER,  die Handlung         pdf, 3 Seiten

Daraus die Grundfragen der Inszenierung   >>>   Gian Gianotti,  IL SEMIADER, … ergo sum.  Tanter libretto e realisaziun           pdf, 2 Seiten

Das Programmheft:  >>>    IL SEMIADER,  das Programmheft          pdf, 36 Seiten
(Darin: Die Beteiligten, L’acziun, Die Handlung, … ergo sum, Davart la musica, Die musikalische Sprache, Il Chor da l’opera, l’orchestra, Biografien, Nus engraziein/Der Dank)

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Pressestimmen: 

>>>  Letzter Schliff an Derungs’ zweiter Oper  Bündner Zeitung, Marco Guetg  22.12.94
>>>  Die Proben haben begonnen  Bündner Zeitung, Georg Fromm  16.3.96
>>>  Radikale szenische Lösungen für die Umsetzung der Oper ‘Il Semiader’  Bündner Zeitung  16.3.96
>>>  Stadttheater Chur, Journal  April 1996
>>>  ‘Creescha e viva’ – die zweite romanische Oper ist bereit  Bündner Zeitung, Georg Fromm  1.6.96
>>>  Die ganze Kritik, die für dicke Luft bei Stadtrat Aliesch sorgte  Bündner Zeitung, Georg Fromm  1.6.96
>>>  ‘Il semiader’ (Der Träumer) – ein starkes Stück Oper  Bündner Tagblatt, Christian Albrecht  15.6.96
>>>  Träumer sehen gut  NZZ Patrick Müller  15.6.96
>>>  Ein ‘Semiader’ zwischen Wahn und Wirklichkeit im Churer Stadttheater  Bündner Zeitung, Georg Fromm  15.6.96
>>>  Premiere, Erste Reaktionen  Bündner Zeitung BT  15.6.96
>>>  Dicke Luft nach dem ‘Semiader’  Bündner Zeitung, Georg Fromm  18.6.96
>>>  Wieder blüht Leben In der Churer (Theater-)Ruinen  Information Szene, Hansueli W. Moser-Ehinger  22.6.96
>>>  ‘Il semiader’ jetzt auf Doppel-CD erhältlich  Bündner Zeitung, bz.  September 1996
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Gian Gianotti, Eine Erinnerung als Nachruf an die Arbeit mit   >>>  Gion Antoni Derungs
Ein Nachruf für   >>>  Barbara Sutter

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Fotos SW: Peter de Jong

 

 

 

 

 

Barbara Sutter, hier als Barblin, eine Kranke in der psychiatrischen Klinik

 

 

 

Farbfotos: Gian Gianotti

 

 

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Derungs Martin, BÜNDNER WIRREN

1989     M / S / DE / de / RR / IT / it / UA

Plakat:  D. K. Geissbühler

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Martin Derungs: Bündner Wirren
Oper/Schauspiel/Musiktheater
Deutsch, Italienisch, Rätoromanisch / Uraufführung

Zum Jubiläum 700 Jahre Davoser Lehensbrief
1289 – 1989

 

Szenen um Jörg Jenatsch (1596 – 1639) 

Im Eisstadion Davos

 

Martin Derungs
BÜNDNER WIRREN   Schauspiel/Oper
Libretto von Markus Schmid-Lengersdorf

 

Eisstadion Davos
Geschlossene Generalprobe für Schulklassen aus Davos, Chur und Zürich: 28.6.1989

Premiere: 30. Juni 1989, Uraufführung
Weitere Aufführungen: 1. und 2. Juli 1989

 

 

Zum Inhalt

Die Szenen um Jörg Jenatsch stellen die eigenständige Version eines Themas vor, das bisher als Roman (C.F. Meyer), Oper (Heinrich Kaminski) und Film (Daniel Schmid) unterschiedlich gestaltet worden war. Die eigens für Davos erarbeiteten Szenen aus der Bündner Geschichte basieren auf historischen Quellen, welche die Zeit zwischen 1618 und 1639 in Graubünden darstellen.

Inhaltsangabe: Chronos, der griechische Gott der Zeit, hat die Epoche des Dreissigjährigen Krieges verschlafen. Da nun diese Zeit in der himmlischen Chronik fehlt, muss Chronos diesen Abschnitt der Geschichte aufarbeiten. Dabei hilft ihm Selene, die Göttin des Mondes und der Zauberei. Dank ihrer Fähigkeiten als Götter lassen sie ausschnittweise die Geschehnisse um Jörg Jenatsch noch einmal ablaufen, sie befragen Zeugen und beobachten im Jahre 1639 den Versuch Fortunat von Sprecher, Anna Jenatsch-Buol davon zu überzeugen, von einer Verfolgung der Mörder ihres Gatten abzusehen. lm Laufe der Handlung wollen sie klären, wer Jörg Jenatsch umgebracht hat, aber je mehr sie über diese Zeit und die damaligen Handlungsträger erfahren, desto kleiner wird ihr Interesse an einer Klärung. Es geht ihnen nur noch darum, ihre Pflicht als Chronisten zu erledigen. Mehrere Bilder sind ohne Musik, nur Schauspiel, andere beziehen Volkslieder oder an Volkslieder angelehnte Stücke mit ein. Die zentralen Szenen sind gesungen. Das Werk wird zur Hauptsache.in deutscher Sprache aufgeführt; einzelne Teile sind französisch, italienisch und romanisch.

 

Jörg Jenatsch, Pfarrer / Oberst, geboren 1596 in Samedan; gestorben 1639 in Chur studierte Theologie in Zürich und Basel. 1616 Pfarrer in Scharans, später strafversetzt nach Berbenno im Veltlin. 162O nimmt er Abschied vom Pfarramt und wird Militär. 1621 ermordet er seinen Widersacher Pompejus Planta. Er heiratet die Davoserin Anna Buol. 1627 ist er Hauptmann und lässt sich in Davos einbürgern. 1628 bietet er Frankreich seine Dienste an. Er verbringt fast ein Jahr in Venedig, wo er dem französischen Herzog Heinrich Rohan begegnet. Er wird Oberst. 1635 tritt er als evangelischer Pfarrer zum Katholizismus über und wendet sich den Spaniern und Österreichern zu. Mit ihnen verhandelt er über die Rückgabe des Veltlins und die Befreiung der Drei Bünde (Graubündens). Die französischen Truppen müssen das Land verlassen. Am 24. Januar 1639 wird er an einer Fasnachtsbelustigung in Chur von maskierten Männern mit Axthieben erschlagen, eine Rache der Planta. (Aus: Kaspar Jörger, <Davos von A bis Z>)

 

 

Patronatskomitee:
Bundesrat Flavio Cotti
Alt Bundesrat Leon Schlumpf
Ständerat Luregn Mathias Cavelty
Ständerat Ulrich Gadient
Alt Ständeratspräsident Arno Theus
Alt Nationalratspräsident Martin Bundi
Nationalrat Christoph Blocher
Regierungsrat Joachim Caluori
alt Landammann Christian Jost
Landammann Luzius Schmid

 

Organisationskomitee:
Jachen Fratschöl, Präsident
Hans Heim, Leni Henderson-Affolter, Georg Jäger, Hansjürg Künzli-Grauer, Karl Mattli, Christian Mattli, Fredy Pargätzi, Beat Rüttimann, Urs von der Crone, Gertrud Weber

 

 

Leitung:
Musikalische Leitung: Räto Tschupp
Inszenierung: Gian Gianotti
Bühnenbild und Kostüme: Alex Müller
Regieassistenz: Yvonne Kocherhans

 

 

Besetzung:
Chronos – Rudi Riegler
Selene – Leontina Lechmann
Zeuge – Oliver Krättli

Jörg Jenatsch – Christoph Homberger
Anna Jenatsch – Anna Schaffner

Fortunat von Sprecher – Franco Romano
Ulysses von Salis, Saint Simon, Bär – Rico Peterelli
Ulysses von Salis, Xaver, Stephan Gabriel, Tod – Oscar Bingisser
Anna von Salis – Marceline Valdisseri

Pompejus von Planta – Jörg Zinsli
Katharina von Planta, Frau – Barbara Fuchs

Caspar Alexius, Prioleau – Peter Galliard

Blasius Alexander Blech, Stephan Gabriel, Ulrich Buol, A. Planta – Jaap Achterberg
Jakob Anton Vulpius, Christoph Rosenroll, F.von Juvalta, Fausch – Hubert Kempter
Karl Jost, Wilder Mann – Peter Haller
Ludwig Kessler – Michael Ohlhäuser
Nicolaus Rusca – Willi Hüsch
Johann Baptist Prevost, Johann von Tscharner – Walter Krähenbühl
Kaspar Schmid von Grüneck, Niklaus C.von Hohenbalken, Pietro Stampa –  Samuele Hnateck
Jakob Joder Casutt – Christian Kindschi
Pietro Vico – Luzi Kindschi

Christian Rüedi, Bär – Andrej Togni
Teresa Tomasin, Herzogin – Regine Jakobi
Mengia – Ruth Bezzola

Giusepp, Joseph, Giachen Flurin, Quartett – Duri Bezzola
Johann Peter Guler, Hauptmann Zeggin – Fridtjof Stolzenwald
Gallus Rieder, Ludwig, Niccolo Vieceli, Maske – Hanspeter Preisig
Leutnant Gernsbach, Gian Clavuot, Maske – Gion Caplazi
Anton – Matthias Schadock

Verena Meyer-Jost – Barbara Sutter
Oberst Ruinelli, Rudolf von Travers – Clo Bisaz
Duc de Rohan, Wolf – Alvin Muoth
Otto Julius von Schauenstein, Lecques, Pantalone – Paolo Vignoli
D’Estampes – Claude Monnard

Johann Michel, Quartett – Florian Sprecher
Thys Berger, Quartett – Herbert Mani
Luzi Capeder – Michael Barnbeck
Carlo Cortin – Giuseppe Stanga

Fuchs, Quartett – Christian Demont
Claudia, Hexe – Annemarie Burkhard
Barbla, Hexe – Theresa Lehmann
Silvia, Hexe – Christa Mosimann
Nase – Sara Maurer

Darsteller/innen und Bewegungsgruppen, Volk:
Laienspieler und Kinder aus der Region Davos


Choristen aus folgenden Chören und Regionen:
Basel Madrigalisten (Leitung Fritz Näf)
Albula (Leitung Rico Peterelli)
Chur (Leitung Rico Peterelli)
Davos Männerchor (Leitung Martin Berger)
Davos Singkreis (Leitung Klaus Bergamin)
Davos Kinderchor (Leitung Peter Conrad)
Engadin (Leitung Frieder Neunhoeffer)

 

Orchester 1:
Stephan Diethelm , Schlagzeug
Matthias Eser, Schlagzeug
Max Hübscher, Tompete
Domenic Janett, Saxophon
Josias Just, Klarinette
Reinhard Ormanns, Kontrabass
Lorenz Raths , Horn
Peter Salomon, Klavier
Christina Vital, Flöte
Martin Zimmermann, Saxophon

Orchester 2 bis 5:
Iso Albin , Posaune
Patrick Berger, 2. Trompete
Clot Buchli, Klarinette
Carmen Erb, Schlagzeug
Armin Kölbli, 1. Trompete
Walter Krebs, 3. Posaune
Curdin Lansel , 2. Posaune
Franco Mettler, Bariton-Sax.
Fredi Olbrecht, Schlagzeug
Jürg Schneider, 3. Trompete
Daniel Spichtig, Schlagzeug
Matthias Stöckli, Schlagzeug
Andrea Thöny, Kontrabass

sowie die Musikgesellschaft und Jugendmusik Davos,
Leitung: René Sutter

 

Technik:
Bühne: Adrian Fry (Bühnenmeister), Reto Minsch, Katrin Schlatter, Christoph Schlegel

Beleuchtung: Adrian Fry, Rolf Derrer DELUX Zürich, Klibühni Chur, Teatro della Svizzera Italiana Bellinzona, Sommertheater Schaffhausen, Alex Müller Dörflingen

Kostümatelier: Jean Duntz (Gewandmeister), Christa Pekarek (Assistenz), Reni Boll, Eva Collenberg, Kirsten Kray, Martha Morandi, Julia Schneckenburger, Rebecca Zeller

Masken: Martina Altermatt

und viele freiwillige Helferinnen und Helfer aus Davos

 

Texte, Organisation:
Übersetzungen: Gian Gianotti, Tista Murk, Marguerite Siegrist
Korrektor: Artur Brückmann
Präsident: Jachen Fratschöl
Sekretariat: Jacobina Knölle

 

 

 

Fotos   ©  Foto Holliger, Davos   ©  Hans Furter, Davos   ©  Max Pfister, Amden

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

>>>  Weitere Fotos

 

 

 

 

 

Pressestimmen: 

>>>  Ausschreibung an die Davoser Bevölkerung  Davoser Zeitung, Jachen Fratschöl  9.12.88
>>>  ‘Bündner Wirren’ auf gigantischer Festspielbühne”  Bündner Zeitung, Gisela Kuoni  3.5.89
>>>  Wie die Eishalle zum gigantischen Theater wird  Bündner Zeitung, GK.  25.5.89
>>>  ‘Scumpigls grischuns’ a Tavo, Martin Derungs  Fögl Ladin, Leni Henderson-Affolter, tr. bck  6.6.89
>>>  Eine historisch wichtige Zeit wird inszeniert  Glarner Nachrichten, Myrta Giovanoli, Leni Henderson-Affolter  16.6.89
>>>  Ein historisches Festspiel gegen die Gewalt  Bündner Zeitung, Leni Henderson-Affolter  22.6.89
>>>  Davos, ‘Bündner Wirren’ erobern die Eishalle  SonntagsZeitung, Eva Neugebauer  25.6.89
>>>  Bündner Wirren  Bündner Zeitung Andy Mettler  29.6.89
>>>  Eine ganze Talschaft im Spiel einbezogen  Bündner Zeitung, GK.  29.6.89
>>>  Jörg Jenatsch ungeschminkt darstellen  Bündner Tagblatt, Erwin Wyss  1.7.89
>>>  Bündner als Spielball höherer Mächte  Tages Anzeiger Thomas Meyer  3.7.89
>>>  ‘Bündner Wirren’: Die Uraufführung  Bündner Zeitung, am  3.7.89
>>>  ‘Bündner Wirren’, Szenen um Jenatsch in Davos uraufgeführt”  Bündner Zeitung, am  3.7.89
>>>  Davoser Eishalle wurde Opernhaus  Bündner Tagblatt  3.7.89
>>>  Davoser ‘Bündner Wirren’ waren ein Erfolg  Bündner Zeitung, am.  4.7.89
>>>  Jenatsch und Galliard  BZ, Bündner Woche, sol.  4.7.89
>>>  Bündner Wirren, Ein fast tollkühnes Ereignis in der Davoser Eishalle  Davoser Zeitung, Hans Zimmermann  4.7.89
>>>  Davos erlebte ‘Bündner Wirren’  Glarner Nachrichten, Myrta Giovanoli  6.7.89
>>>  Gesungenes Kaleidoskop, Jenatsch-Oper in Davos  Die Weltwoche, Werner Catrina  6.7.89
>>>  Kopf der Woche  Davoser Zeitung, DZ.  7.7.89
>>>  Vielfältiges Bild einer Epoche  NZZ, mgi.  7.7.89
>>>  Brief an die Davoserei  Davoser Zeitung, Jakob Kessler, Wolfgang  8.7.89
>>>  Die Walser feiern Davos  Bündner Tagblatt  4.9.89
>>>  ‘Scumpigls grischuns’ a Tavo, Markus Schmid  Fögl Ladin, Leni Henderson-Affolter  9.10.89

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Nicolay, IGL SPIERT D’LA PEDRA GROSSA

1988     S / RR / de

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Rätoromanisch (Ladin/puter da Brauegn, bargunsegner) und Schweizerdeutsch, Uraufführung
Pol Clo Nicolay: IGL SPIERT D’LA PEDRA GROSSA
Bergün, OK Präsident Conrad Preisig

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Premiere: 12. Juni 1988    (musste aus Witterungsgründen auf den 18. Juni verschoben werden)
Vorstellungen: 18., 19., 25., 26., 27. Juni
1., 2., 3., 8., 9., 10. Juli, jeweils um 20.30 Uhr

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Regie und Ausstattung – Gian Gianotti
Mitarbeit Regie – Heinrich Gerhard, Linard Nicolay, Annalisa Preisig
Kostüme – Jean Duntz
Mitarbeit Kostüme – Gita Rauch, Corina Puorger, Maria Palmy
Beleuchtung – Stephan Mettier jun., David Eggenberger

Tanzgruppe – Sonja Rozzi
Körperschulung – Serena Fueter
Maske – Ursula Gregori, Anita Hepp, Rosmarie Ogi

Pferd – Walter Gasser, Wolfgang Rufinatscha
Kühe – Claudio Gregori, Otto Nicolay

Grafik – Walter Schefer
Fotos – Corina Puorger, Dorli Josty
Kasse – Erwin Feuerstein

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Ils giuveders / Besetzung:

Famiglia dal temp preschaint / Zeitgenössische Familie:
bap /Vater – Wolfgang Schutz
mamma / Mutter – Silvia Gianelli
figl / Sohn – Gian Nicolay
figlia / Tochter – Regula Arpagaus
barba /Onkel – Conrad Preisig

Temp preschaint / Gegenwart:
impressari /Bauunternehmer – Martin Aebischer
Geometer / Geometer – Gion Caplazi
Sonderhalden – Hubertus von Salis
mavuraint / Arbeiter – Claudio Cloetta, Thomi Fisch, Michael Mettier, Erich Schmid

Spiert d′la Pedra Grossa / Geis der Pedra Grossa – Linard Nicoly, Christa Frauenfelder, Elisabeth Rieder

Nanins / Zwerge:
Pascal Alter, Alessandro Broggi, Daniela Dreyer, Eliane Dreyer, Manuela Fellmann, Erich Gautschi, Bettina Hepp, Gianin Huder, Christian John Mark, Rebekka Müller, Patrick Oberli, Roland Oberli, Luzia Sommerau, Marcel Zysset

Famiglia dal temp istoric / Geschichtliche Familie:
bap /Vater – Urs Luzi
mamma / Mutter – Ursula Nicolay
figl / Sohn – Andrea Florinett
figlia / Tochter – Annina Nicolay
barba /Onkel – Conrad Preisig

Homens / Männer:
Martin Aebischer, Gion Caplazi, Marcel Caplazi, Harald Eichenberger, Claudio Gregori, Johann Peder Gregori, Mario Gregori, Arpen Huder, Gian Nicolay, Otto Nicolay, Hans-Peter Preisig, Rudolf Ogi, Wolfgang Rufinatscha, Luzi Schmid, Otto Paul Serena, Hanspeter Sommerau, Röbi Thorer

Duonnas / Frauen:
Mengia Ambühl, Leni Barandun, Annamaria Fisch, Nani Gregori, Mathilde Guidon, Madeleine Leuzinger, Maria Oberli, Corina Puorger

Strias / Hexen:
Migga Falett, Marlies Feuerstein, Gabi Huder, Cécile Kreyer, Maria Luzi, Elisabeth Mischol, Sonja Rozzi, Alma Vögeli, Yvonne Zysset

Giuventüna / Jungmannschaft:
Marie-Louise Alter, Claudio Cloetta, Thomi Fisch, Michael Mettier, Käthi Müller, Hans-Peter Preisig, Beat Schmid, Erich Schmidt

Iffaunts / Kinder:
Ivo Fisch, Martin Hahn, Marcel Müller, Andri Nicolay, Christian Schmidt, Manuela Zysset

Sudos /Soldaten – Erwin Feuerstein, Walter Gasser, Eva Padrutt, Rico Rozzi

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Zum Projekt:

Cun quista inscenaziun va a fin üna lavur da 5 ons – üna lavur fatta cul bler temp.

 




 

 

Dal 1983, in november, ha gnü lö illa sala da cumün üna prüma SAIRADA DA CONTACT arrandschada dal POST DA TEATER da la LIA RUMANTSCHA. I’s ha discuorri sur da las pussibiltats da trar sü ün’actività in cumün sül chomp da teater, da far üna lavur “chi permetta a blera glieud da s’integrar”.

Sch’eu guard inavo sün quists 5 ons “contact” cun Bravuogn, schi am dà quai ün’impreschiun da retschercha. I’s ha tscherchà üna relaziun cun l’istorgia dad üna regiun, cun la tradiziun, cun las relaziuns culs vaschins, cun la cretta, cun la dürezza da la natüra e cun la schanza e pussibiltà da vita in üna regiun serrada aint illas muntognas.

Sch’eu guard inavant, cun quist’experienza, schi possa chattar simbolicas per nos möd da viver “modern”, svelt ed “avert”. Cur cha las staintas per passar sur il Pass d’Alvra sustgnevan daplü ils contacts cun l’Engiadina sco la cumadaivlezza dal trafic d’hozindi, cur cha la lavur, la vita, ils contacts cun esters ed indigens d’eiran amo lavur ed interess chi pretendevan comunicaziun per as abinar e chattar fuormas da coexistenzas, schi d’eira quai vita umana chi’ns pudess servir eir amo hoz sco orientaziun.

I vegn adüna darcheu fat l’experienza cha quai chi po gnir fat vegn eir fat, dal bun e dal mal. Ma i vegn eir adüna darcheu fat l’experienza cha tuot quai chi vegn fat implü cul temp, impussibiltescha la quietezza, la relaziun cun l’actività e cul conuman. No vain fat quista lavur “in möd plan”, cun bleras activitats supplementaras, sur il plü stret necessari oura.

L’inscenaziun es statta amo la fin dad üna lavur dapersai importanta, sgür plü importanta sco “l’exteriurità” dad üna
rapreschantaziun teatrala. Il “gö liber” ha però pudü motivar tuot insembel. Quist’actività es statta realisabla be cun bler dialog tanter bleras persunas, sur ils cunfins linguistics e sur las retgnentschas culturalas ed umanas da minchün oura. No vain fat üna lavur sainza lair seguir las lingias da la plü pitschna resistenza, sainza importar, quai chi füss magara stat plü simpel da surtour co da far svess … quai sun simbols per ün’actività, daplü co be ün’actività.

Quista lavur muossa, practicamaing, quant important chi füss da chattar darcheu üna quietezza illa vita, per pudair as
orientar vairamaing vers üna fuorna e cultura da vita respunsabla chi permetta vita amo per bleras generaziuns, per
quels cha la regiun po mantgnair.

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Gian Gianotti
Bravuogn, gün 1988

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COMITE / KOMITEE:
president / Präsident – Conrad Preisig 
finanzas / Finanzen – Nesa Gregori 
actuariat / Aktuarin – Maria Ursula Tuor
gö / Spiel – Gian Gianotti
reclama / Werbung – Anna Maria Fisch
construcziuns / Bauten – Johann Battaglia sen.
contacts / Beziehungen:
–   cumün / Gemeinde – Johann Battaglia sen.
–   giuventüna / Jungmannschaft – Urs Luzi
accumpagnanaint / Begleitung – Mario Gregori, Selina Leuzzi-Puorger

 

AGÜD / ALLGEMEINE MITARBEIT:
Arthur Barandun sen., Christian Barandun, Ursula Barandun, Andrea Barblan, Irène Broggi, Marco Cadisch, Gion Caplazi, Roman Caplazi, Arnold Caviezel, Josef Caviezel, Mirta Conrad, Ursula Eibicht, Harald Eichenberger, Hanspeter Felix, Clo Florinett, 
Rico Florinett, Cilli Goldnann, Betti Gregori, Gretli Gregori, Armin Gubser, Gertrud Gubser, Staschia Janett-Guidon, Maik Leuzinger, René Leuzinger, Pasqualino Leuzzi, Menduri Mischol, Leo Arthur Nicolay, Dorli Valentin, Philipp Walther, Konrad Zöschg, Luisa Zünd

e bgers genituors, amihs, conjughels e cumpagns chi haun pür pussibilto als giuveders da giuver u collavurer / und viele Eltern, Freunde, Ehegatten und Kollegen, die die Mitarbeit der Genannten überhaupt ermöglicht haben

Un ingrazch speziel eir a tuot las societeds / Einen speziellen Dank auch allen 0rtsvereinen

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Il program / das Programmheft:
>>>    Bravuogn, program     pdf, 35 paginas

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L’album / das Gedenkbuch – 1992:
>>>    Bravuogn, documentaziun       
pdf, 65 paginas cun fotografias, criticas ed algordanzas

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Pressestimmen: 

>>>  Bergün, In einer Woche wird der Geist der ‘pedra grossa’ beschworen  Bündner Zeitung, gu  10.6.88
>>>  Ein Bündner Dorf …  Brückenbauer, MdM  15.6.88
>>>  Ein Bündner Dorf … spielt seine Geschichte …  Brückenbauer, Marika de Martinis  15.6.88
>>>  Freilichtspiel Bergün, Premiere um einen Tag verschoben  Pöschtli, OR.  16.6.88
>>>  Von Tourismus, Sprachverlust und alten Zeiten WOZ,  Ursula Riederer  26.7.88
>>>  Dem Geist des grossen Steins gehorchen  Bündner Zeitung, Sören Senn  27.6.88
>>>  “Im Stein der Pedra Grossa ruht die Vergangenheit…”  Bündner Tagblatt, Gieri Spescha  27.6.88
>>>  La premiera – ün act istoric  Fögl Ladin, (tk)  28.6.88
>>>  “Igl spiert d’la Pedra Grossa”  Fögl Ladin, Constant Könz  1.7.88
>>>  Que chi fo cha’l gö liber a Bravuogn es dapü cu ün gö liber  Fögl Ladin, Romedi  8.7.88
>>>  Il spiert da la Pedra Grossa  Fögl Ladin, G.Gz.  19.7.88
>>>  Bergüner Freilichtspiele im Rückblick  Bündner Zeitung, Conrad Preisig  30.7.88
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Derungs Gion Antoni, IL CERCHEL MAGIC

1986     O / RR  s

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Fotos: Peter de Jong

Gion Antoni Derungs: IL CERCHEL MAGIC
Erste rätoromanische Oper, Uraufführung

 

Gion Antoni Derungs: IL CERCHEL MAGIC, Oper
Libretto: Lothar Deplazes

 

Öffentliche Generalprobe: 29. Mai
Premiere: 30. Mai 1986, Uraufführung
Weitere Aufführungen: 31. Mai, 1. Juni, im Stadttheater Chur

Orchester: Südwestdeutsche Philharmonie, Konstanz

 

Direcziun / Musikalische Leitung: Hans Peter Rechsteiner
Inszenierung: Gian Gianotti
Ausstattung, Kostüme: Alex Müller
Beleuchtung: Adrian Fry
Kostüm-Atelier: Madlaina Gmür
Masken: Jean Duntz

Choreinstudierung: Hans Peter Rechsteiner, Gion Antoni Derungs, Claudio Steier
Korrepetition: Elisabeth Deplazes, Gion Antoni Derungs
Choreographie: Manuela Burkhard

Medien: Heidi Derungs
Projektleitung: Gion Antoni und Susi Derungs

Patronat: Lia Rumantscha, LR

 

Besetzung:

Cont / Graf: Michael Jäger
Prenci tgietschen / Roter Prinz: Reto Canclini
Cauvitg / Dorfvorsteher: Armin Caduff
Ina dunna / eine Frau: Stefania Huonder
Dunschala, feglia dil cont / Tochter des Grafen: Sharon Gross

Retg digl uaul / Waldkönig: Jachen Janett
Um selvadi / Wilder Mann: Rico Peterelli
Ina diala / eine Fee: Stefania Huonder

Andriu, in mat / ein Jüngling: Peter Galliard
Mierta, ina Giuvna: Stefania Huonder

Saltunzs / Tänzer: Dunna Hänni-Silva, Alexis Georgiu

 

Chor:

Sopran
Margrita Deplazes-Derungs, Albertina Derungs, Marianne Dietrich, Cornelia Meier, Heidi Müller-Rose, Irene Simeon, Jacqueline Spinas, Domenica Steier, Brida Stgier, Jovita Valier

Alt
Emilia Alig-Schaniel, Miriam Berther, Elisabeth Deplazes, Susy Derungs, Anny Frank, Annamaria Schlosser, Petra Uffer, Martina Vincenz-Riedi, Olinda Tschalèr, Ursula Zanoni

Tenor
Iso Albin, Mario Candrian, Ruedi Collenberg, Rest Luis Deplazes, Giusep Schwarz, René Siegenthaler, Werner Solèr, Rico Tambornino, Rest Giusep Tuor, Robert Wolf

Bass
Duri Alig, Remo Arpagaus, Gieri Cadruvi, Nicolaus Camenisch, Curdin Casaulta, Carli Elvedi, Francestg Friberg, Claudio Steier, Gion Gieri Tuor

 

Cor d’affons / Kinderchor:
Christian Andri, Luzia Bertogg, Katrin Brändli, Stefania Brun, Rebecca Buchmüller, Bettina Decasper, Flurina Derungs, Fränzi Derungs, Petra Engi, Silvana Kohler, Eveline Muggli, Martina Marti, Michaela Pelican, Andrea Peterelli, Sandra Peterelli, Gregor Probst, Barbara Rechsteiner, Stefania Rechsteiner, Patric Schalmo, Markus Schwarz, Monika Schwarz, Giana Signorell, Ursina Spescha, Sonja Stutzer, Daniel Solèr, Sandra Solèr, Rosita Vinzap, Jörg Weyermann, René Weyermann

 

Technische Mitarbeiter/innen:
Graziella Bowald, Giacum Caduff, Hans Vogel

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Fotos: Peter de Jong

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gian Gianotti, Eine Erinnerung als Nachruf an die Arbeit mit   >>>  Gion Antoni Derungs

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Pressestimmen:

>>>  Pressespiegel  Bündfner Zeitung, gu.  24.6.86
>>>  La magïa d’üna ouvra d’art grandiusa,  mm.  13.6.86
>>>  Die erste rätoromanische Oper,  Rheinische Volkszeitung  7.6.86
>>>  Premiera dil Cerchel magic da Gion Antoni Derungs  La Casa Paterna  6.6.86
>>>  In Chur wird ein Ausbruchsversuch durchgespielt,  Weltwoche Theo Candinas,  5.6.86
>>>  Erste Oper im surselvischen Idiom gesungen,  Luzerner Neue Nachrichten, Marika de Martinis  4.6.86
>>>  Das Land des roten Fürsten,  Südkurier, Dietmar Müller,  3.6.86
>>>  Il cerchel magic,  Thomas Gartmann,  3.6.86
>>>  Frevel an der Natur,  St.Galler Tagblatt, Thomas Meyer  2.6.86
>>>  Ein magischer Sprachkreis, Tages Anzeiger,  Thomas Meyer  2.6.86
>>>  Zeitgemässe Oper, Erlösung ist nicht so einfach,  Hansueli Moser-Ehinger  31.5.86
>>>  Il Chercel Magic,  Michel Schär, Radio DRS2,  1.6.86 – pdf
>>>  Uraufführung einer Oper von Gion Antoni Derungs in Chur,  NZZ df.  31.5.86
>>>  Il tschierchel magic, Prüma opera rumantscha,  Fögl Ladin bkc  27.5.86
>>>  Il cerchel magic als historisches Ereignis,  Bündner Tagblatt, T.M.  31.5.86
>>>  Erster Jubel für ein aufwendiges Gemeinschaftswerk,  Bündner Zeitung P.A.  31.5.86
>>>  Die erste Oper in rätoromanischer Sprache,  Der Bund, -tt-  31.5.86
>>>  Jeder Sänger sollte ein Mal eine Oper singen,  Bündner Zeitung gu.  24.5.86
>>>  Fluch des Waldfrevels – eine alte Sage aktualisiert,  Bündner Zeitung, Heidi Derungs-Brücker  17.5.86
>>>  2000 Meter Stoff verarbeitet,  Bündner Monopoly  14.5.86
>>>  Erweiterte Sage der Schlossdame als Oper,  Monatsbulletin Chur  10.5.86
>>>  Il cerchel magic, Noch zwei Monate bis zur Premiere,  Bündner Zeitung Heidi Derungs-Brücker  2.4.86
>>>  Die erste romanische Oper nimmt Form an,  Bündner Tagblatt, Hansueli Moser-Ehinger  2.4.86

 

 

 

Klainguti, ADAM DA CHAMUES-CH

1985     S / RR / pt

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Placat:  Flurin Denoth

1985  Rätoromanisch (Puter), Uraufführung
Göri Klainguti: ADAM DA CHAMUES-CH
Nach einer Legende von Florian Grand 1927 und nach der
historischen Überlieferung von Durich Chiampell 1569

La Punt – Chamues-ch, Projektleitung – Sina Niggli

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Der letzte Vogt auf Guardaval – Zur Geschichte einer Legende
In rätoromanischer Sprache, Oberengadiner Idiom (Ladin Puter) im Gemeindedialekt von Chamues-ch

Ein Freilichtspiel

Autor – Göri Klainguti
Inszenierung und Ausstattung – Gian Gianotti
Mitarbeit in der Regie – Sina Niggli

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Voraufführungen: 17. und 18. Juli
Premiere: 19. Juli 1985
Aufführungen: 20., 21., 26., 27., 28. Juli und 4. August jeweils ab 20.30 Uhr
Bei schlechter Witterung erteilt Tel. Nr. 182 ab 18.00 Uhr Auskunft

 

Il gö tratta ün’episoda our dal 15-evel tschientiner e muossa cu cha’ls abitaunts da Chamues-ch cumbattan il chastlaun dal chastè da Guardaval e cu ch’els as dostan per lur liberted. L’istorgia, deda inavaunt da generaziun a generaziun, es gnida scritta in fuorma da novella dal hotelier samedrin Florian Grand. Ils spectatuors vezzan cu cha passa tschient giuveders, musicants, chavalgiaints ed oters agüdaunts faun ir inavous la rouda dal temp per 500 ans. Il ram perfet per quist gö fuorma la plazza süsom Chamues-ch. Arrandschamaints dürant il di accumpagnan las rapreschantaziuns da la saira.

Das Spiel behandelt eine Episode des Freiheitskampfes der Bewohner des Dorfes Chamues-ch Ende des 15. Jahrhunderts gegen ihren “Chastlaun”, den Burgherrn von Guardaval. Geschichtlich keineswegs bewiesen – oder beweisbar – wurde die über Generationen hinweg überlieferte Sage zu Beginn unseres Jahrhunderts durch Florian Grand – einen Samedner Hotelier – als Novelle und als Theatervorlage niedergeschrieben. Den Rahmen für diese Spiele bildet der Dorfplatz von Chamues-ch, Nachmittagsveranstaltungen begleiten die Abendvorstellungen und bilden somit ein vollendetes Ganzes, das einen Aufenthalt in La Punt Chamues-ch zu einem Erlebnis werden lässt. Die Aufführungen sind auf romanisch. Damit auch Deutschsprechende die Handlung verfolgen können, wird eine deutsche Zusammenfassung im Programmheft abgedruckt.

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Rollen und Besetzung:

Chastlaun da Guardaval – Jachen Janett
Daniel, servitur dal chastlaun – Hansjörg Buob

Sudos ed amias dals sudos/schluonzras:
Roman Laudenbacher, Johanna Mirer, Claudia Niggli, Gian Andri Niggli, Silvia Pianto, Guido Ratti, Patricia Thöni

Preir – Curdin Plebani
Agüdant – Pascal Canclini

Hommens da Chamues-ch:
Adam – Hans Buob
Gian Duri – Franz Waser
Gian Pol – Reto Zuan
Giosuè – Eugen Cagienard
Gisep – Ernst Bolli
Michel – Guido Gianola
Padruot – Gian Peider Lony
Schimun – Arno Walther
oters – Marco Mehli, Toni Schmid

Duonnas da Chamues-ch:
Barbla – Annigna Strimmer
Gretta – Ottilia Höllriegl
Madlaina – Martina Glatt
otras – Emilia Andreoli, Lydia Mehli

Giuvens da Chamues-ch:
Baltrumieu – Domenic Barandun
Curo – Gian Marchet Niggli
Dumeng – Matthias Schaller
Fadri – Flurin Denoth
Giachem – Daniel Oberer
Gudench – Urs Koch
Peider – Adrian Albin
Riet – Robert Demonti
oter – Jürg Zgraggen

Giuvnas da Chamues-ch:
Annamia – Dorli Josty
Chatrina – Claudia Müssgens
Clergia – Maria Ursina Niggli
Deta – Carola Andina
Inglina – Maria Riatsch
Marta – Claudia Höllriegl
Mierta – Annemieke Buob
Staschia – Corina Hotz

Iffaunts da Chamues-ch:
Adrian Albin, Anita Grischott, Astrid Laudenbacher, Edith Höllriegl, Esther Fuchs, Karin Fuchs, Leta Bolli, Pascal Canclini, Sandra Albin

Musicants:
Hannelore Balzer, Uschi Breyer, Philipp Heyerik, Petrign Niggli, Annina Pinggera, Riet Planta, Jann Rehm

Gruppa da sot e pövel:
Alma Barandun, Domenic Barandun, Liliane Bassin, Robert Demonti, Urs Koch, Silvia Lony, Claudia Melcher, Urs Niederegger, Priska Niggli, Elisabeth Raffainer, Gabi Rieger, Martha Spörri, Reto Zuan

Agüd per tuot das lavuors (costüms, scena, construcziuns, reclama, electricited, cassa, poppa etc.):
Ursula Fuchs, Madalaina Gmür, Norina Schaniel, Otto Paul Godli, Margrit Boss, Steivan Josty, Hermann Hebb sen., Peter Hotz, Nikolaus Zindel, Michel Schmid, Maya Metzger, Elisabeth Hüsler, Clara Albin, Alexandra Plebani, Trudi Winkelmann, Olinda Neuhäussler, Christiana Michel, Lea Kerstholt, Domenic Faustinelli, Dieter Catelan, Hans Albin, Guido Gianola jun. e bgers giuveders e genituors

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Il comitè da lavur per il gö liber “Adam da Chamues-ch”, 1985
President – Anton Albin
Construcziuns/scena – Gian Peider Albin
Costüms – Ursula Bolli
Finanzas/cassa – Rudolf Höllriegl
Iglüminaziun/musica – Petrign Niggli
Reclama – Flurin Denoth
Redschia – Gian Gianotti
Agüd redschia – Sina Niggli
Sudos e chavals – Peter Niggli
Documentaziun/pressa – Richard Hunziker
Activiteds specielas – Eugen Cagienard

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Fotografias da Richard Hunziker

 

IL TEATER RETIC ES MORT – VIVA IL TEATER RETIC

Il TEATER RETIC nun ho pudieu gnir fundo quista prümavaira passeda scu cha que d’eira progeto – manchaunza da finanzas e d’interess per quista direcziun da lavur haun caracteriso quista decisiun. L’ideja dal TEATER RETIC füss steda quella da metter ad ir üna gruppa professiunela per il Chantun Grischun chi vess giuvo e sustqnieu lavuors da teater in tuottas trais linguas. Daspera la lavur culs singuls progets da teater vessan ils giuveders, tecnikers, la redschia etc. gieu da lavurer insembel cun las gruppas da teater populer illas regiuns. Accumpagnamaints vess que pudieu esser, ubain as vess que eir pudieu tschercher üna collavuraziun pü stretta. Per exaimpel ün giuveder u ün redschissur chi vess collavuro per üna producziun cumpletta.

 

ADAM DA CHAMUES-CH – ün proget TEATER RETIC

Exactanaing sequond quell’ideja da lavur, seguond quel princip da collavuraziun culturela e teatrela es eir gnieu fat quist’ inscenaziun. Giä pü bod as ho fat progets eir co in Engiadina suot quell’ insaina, progets chi haun alura sviluppo l’ideja dal TEATER RETIC. Eau vuless be trer adimmaint il proget a Zernez 1975 ‘Gö DA CUMÜN” e quel a Samedan 1979 “IL PTTSCHEN PRINZI’, upür divers progets in tuottas parts dal chantun. La tematica vain tschernida seguond I’interess culturel e la situaziun istorica, etnologica, culturela, etc. da la regiun. Uschè sco cha La Punt-Chamues-ch ho giavüscho quista tematica da l’egna deliberaziun. Un töch chi già be cul nom ho qualchosa da fer cun la regiun, üna tematica chi’s basa sün tradiziun ed istorgia da quista populaziun. Sina Niggli scu inizianta da la lavur ho giavüscho da pudair fer “per üna vouta üna granda lavur chi permetta a bgera glieud da’s parteciper e da resguarder sia situaziun illa collectivited”. E güsta quelo füss sto ün dals böts ils pü importants dal TEATER RETIC.

 

Sur da la liberted in ADAM DA CHAMUES-CH

… as parteciper, piglier part ad ün cuntgnieu, survgnir üna relaziun cun üna gruppa in üna stretta regiun, cun glieud chi
voul eir as confrunter cun üna lavur dal gener: cun üna tematica da la liberaziun, da la liberted. Che es “liberted” in nos töch? Che es la liberted illa tradiziun? Nus la pudains hoz be pü incler our da nossa perspectiva. Scu cha Constant Wieser scriva in ün artichel “Das Oberengadin und die Entstehung des Gotteshausbundes” (publichò in “Festschrift 600 Jahre Gotteshausbund”, Calvenverlag, 1967):

“…Von den uns geläufigen verfassungsmässigen Grundrechten des Individuums aus, lässt sich die mittelalterliche persönliche Freiheit kaum richtig begreifen. Nach Bruno Meyer muss man vielmehr von einer “teilbaren und aufgegliederten Staatshoheit” ausgehen. In analogem Sinne sollen (…) unter Freiheit stets konkrete Freiheitsrechte (denen entsprechende Verpflichtungen gegenüber stehen können) verstanden werden:
Freiheit von Abgaben und Diensten; freies Erb- und Eherecht; Befreiung von fremden Gerichten und die Freiheit, eigene Richter zu bestellen; das Recht sich zu verbünden und andere mehr …”

E che es liberted per nus hoz, in üna vschinauncha traunter las liguas, traunter las culturas scu La Punt-Chamues-ch? Sgür ch’ella nu po gnir incletta scu passivited vers l’avegnir e neir bricha scu frain dal svilup umaun, ma scu decisiun da viver in üna tscherta regiun cun tscherta glieud ed eir per ün tschert avegnir. Il böt da Sina Niggli per fer quista lavur es vairamaing sto ün impissamaint in quella direcziun, e bgeras persunas (ca. 70 giuveders e 25 fin 30 persunas chi haun güdo in ün möd u l’oter) haun inclet quel impissamaint e sun stedas prontas da praster temp ed energia per quel. Sustgnair quista direcziun füss eir sto güsta ün dals böts ils pü importants dal proget TEATER RETIC ed ho sgür eir da che fer cul cuntgnieu da nos töch ADAM DA CHAMUES-CH:

Il teater es be ün mez, üna pussibilted scu bgeras per pudair comunicher quist’ideja e quist cuntgnieu. Ün mez scu begers per pudair resguarder il passò scu premissa per l’avegnir.

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Gian Gianotti
La Punt-Chamues-ch, in gün 1985

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Il programm dal gö liber
>>>   Adam da Chamues-ch, Programm     pdf da 20 paginas

Darin:
Inhalt in deutscher Sprache – Seite 2

Der letzte Vogt von Guardaval, zur Geschichte einer Legende – ein Originalbeitrag
von Dr. Constant Wieser, 1985 – Seite 13 – 16

und Kinderzeichnungen zur Legende,
ein Beitrag der Unterstufe der Dorfschule

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Aufzeichnung:

Pius Knüsel hat für das Schweizer Fernsehen DRS einen ausführlichen Beitrag gedreht.
Das Freilichtspiel wurde auch auf Video aufgenommen.

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Pressestimmen:

>>>  Impreschiuns dal gö liber,  Fögl Ladin  8.9.85
>>>  Ina perfetga concepziun da teater,  Casa Paterna,  BT, 9.8.85
>>>  Adam, einigende Symbolfigur,  Bündner Tagblatt, C.W.  25.7.85
>>>  So wird Geschichte lebendig,  Engadiner Post, mm  23.7.85
>>>  Premiere, Ein Bergdorf zeigt seine Identität,  Bündner Zeitung, RB.  23.7.85.
>>>  Ün gö liber chi viva dal muvimaint e’l colorit,  Fögl Ladin, gm.  23.7.85
>>>  Die letzten Vorbereitungen zum grossen Spiel,  Engadiner Post,  Hu. 18.7.85
>>>  Gö liber dals da La Punt Chamues-ch,  Fögl Ladin, gm.  16.7.85
>>>  Ün gö liber a La Punt Chamues-ch,  Fögl Ladin, mm.  14.5.85
>>>  Letzter Schliff für den Adam da Chamues-ch,  Bündner Zeitung, hu.  12.7.85.
>>>  In zwei Wochen Premiere,  Bündner Tagblatt, lpch.  4.7.85
>>>  Adam da Chamues-ch,  Engadiner Post, mm.  14.5.85
>>>  Ein Dorf spielt Theater,  Bündner Zeitung, mm.  11.5.85
>>>  Sage von Adam da Chamues-ch als Freilichtspiel aufgeführt,  Bündner Zeitung, mm.  18.12.84

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Gianotti, ANGENOMMEN, WIR MACHEN EINE REISE

Gian Gianotti,  Ein Theaterprojekt mit Behinderten

 

1980/81, Lavin – Theaterprojekt mit Behinderten, Pro Infirmis GR,
Lavin, Chasa Fliana, 23.-28. März und 21.-26. September 1981

TV-Dokumentation RTR, September 1981,  ILS ELEMAINTS / DIE 4 GRUNDELEMENTE  (Regie: Viktor Meier-Cibello)

 

 

Die Initiative
kam von Barbara Schwarzenbach, der Leiterin von
‘Pro Infirmis Engadin, Bergell und Poschiavo’
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Es ging ihr um eine breitere Sensibilisierung der Gesellschaft für die Bedürfnisse und kommunikativen Möglichkeiten von ‘körperlich und geistig behinderten Mitmenschen’. Mit einer Gruppe von ‘Helfern und Betreuern’ aus der Region wurden in einer ersten Woche die Möglichkeiten der Begegnung, der Kommunikation mittels Erzählungen, Text-Spielen, Musik, Rhythmik, Malerei erfahren. In Probephasen wurde auch ‘theatralische Rituale’ angegangen.

 

In einer zweiten Woche hat man diese Erfahrung ausgewertet und sich auf eine mögliche “Aufführung für ein Publikum” konzentriert.
Das Romanische Fernsehen hat diese zweite Woche begleitet und filmisch dokumentiert.

 

Beteiligte
Etwa 20 Erwachsene mit den unterschiedlichsten körperlichen und/oder geistigen Behinderungen des Kantons Graubünden, insbesondere aus dem Wirkungsgebiet der
Pro Infirmis-Stelle in  Samedan.

 

 

 

 

Betreuer
Etwa gleich viele interessierte Freiwillige, die bereit waren, möglichst die ganze Zeit für diese Begegnung einzusetzen. Fachlich wurden sie von Mitarbeiter/innen der Pro Infirmis Graubünden begleitet, sowie vom Haus- und Küchenpersonal der Chasa Fliana, Lavin, betreut.

 

 

 

Erfahrung
Für viele, grundsätzlich interessierte Betreuer und Betreuerinnen, war dies die erste Erfahrung mit behinderten Mitmenschen. Die grundsätzliche, affektive Sympathie wandelte sich schnell in einsichtiges Engagement für eine Zusammenarbeit und Begleitung. Die gesetzten Tagesthemen wurden vorbereitet, kollektiv (im ‘Plenum’) vorgestellt und auch in diesem Rahmen (quasi basisdemokratisch) ausgewertet: jede anwesende Person, insbesondere die Behinderten, sollte die Möglichkeit und die Zeit erhalten, eine Meinung und Äusserung zu formulieren. Vor allem die Film-Technische Arbeit und die Einsicht in die unterschiedlichen “Kompetenzen und Ansichten aller Beteiligten” wollten wahrgenommen und respektiert werden – bis zum “ja, so machen wir das jetzt!” – was dann auch als nötige Klärung und als Abschluss der “Meinungsfindung” akzeptiert wurde.

Gross waren dann die Freundschaften und die Trennungsschmerzen am Ende der Woche.

 

 

Folgen
Die erste Einsicht war am Abend des 2. Tages schon definiert: das werden keine zwei Ferienwochen, sondern strenge, fordernde und menschlich engagierte Tage. Respekt, Geduld, Ehrlichkeit und Grenzen mussten dann als Einsicht und Haltung für alle Seiten vor- und nachgelebt werden. Die unterschiedlichen Fähigkeiten in den Fachgebieten von Malerei, Musik, Rhythmik und Textarbeit zeigten sich schnell als sehr individuelle Interessen – die, der einen Leichtigkeit, dem anderen grosse Mühe bereiten konnten. Wo der eine in völliger Ruhe vor sich hin und vom Thema entfernend (zum Beispiel ‘Wasser und Meer’) geniessen und sich vergessen konnte, war der oder die andere sehr erpicht auf die eigene Wort- und Entscheidungskompetenz … auch in der Regie (von der Tagesplanung bis zur Kameraeinstellung). Die zwei Wochen wurden zur ernsthaftesten Kundgebung: “Wir machen hier etwas gemeinsam” und zur Herausforderung: “wir wollen das zusammen machen”.

 

 

Aus den zwei Wochen  Theaterprojekt mit Behinderten  entstand eine ganze Bewegung zum
Leben und Sein mit Behinderten Mitmenschen  im Engadin, Bergell und Poschiavo.

 

Diese Erfahrung unterstützte dann

… die “Idee” einer gemeinsamen Reise ans Meer, nach Sizilien im Herbst 1982

… und daraus eine Ausstellung in Chapella als Nachbereitung

… sowie die Gründung einer  UFFICINA  UND  DMURA  PROTETTA,
einer “Geschützten Werkstatt mit Wohnheim für behinderte Menschen” in Samedan in die Wege zu leiten

 

 

 

… und wiederum daraus entstand
der  Verein MOVIMENTO

mit den  Geschützten Werkstätten:

  • UFFICINA  Samedan
  • INCONTRO  Poschiavo
  • BUTTEGA  Scuol  und
  • BUTTEGA Jaura  Val Müstair

 

Siehe dazu:   >>>  movimento.ch  

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Pressestimmen:

>>>  Zusammen leben und arbeiten,  Bündner Zeitung, uk.  7.2.81
>>>  Die Grenzen weiter stecken,  Bündner Zeitung, Ursula Kauer  6.5.81
>>>  Eindrücke einer Reise nach Sizilien,  Bündner Zeitung, uk.  22.4.83
>>>  Behinderte gestalten eine Reise,  Bündner Zeitung, mm.  3.5.83

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Caduff, FRISAL FRISAL

1979     M / RR / s

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Rätoromanisch Sursilvan, Uraufführung
Armin Caduff: FRISAL/FRISAL, Musical
Danis/Tavanasa, Armin Caduff

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Producziuns en casa da scola a Danis:

Sonda, ils  20 d’october 1979 allas 20.30 – Premiera
Sonda, ils  27 d’october allas 20.30
Dumengia, ils  28 d’october allas 16.30
Sonda, ils  3 da november allas 20.30
Domengia, ils  4 da november allas 20.30

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Organisaziun:
Cau – Bistgaun Cathomen
Propaganda – Raimund Schmid
Finanzas – Ludivic Desax

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Direcziun:
Cumponist ed autur – Armin Caduff
Reschia – Gian Gianotti
Direcziun – Mainrad Giger

Coreograf – Jakob Berger
Chors – Christoffel Nay, Raimund Schmid

Scena – Toni Schwarz
Tribuna – Venanzi Cagienard
Costums – privats e  Kaiser Kostüme  AG, Aesch
Costums caura – Maria e Carlina Muoth

Illuminaziun – Giusep Caduff
Mascras caura – parteciponts dil Chor e privats

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FRISAL FRISAL – musical en dus acts

In schatg en cavazzin

In musical romontsch! Ei quei enzatgei niev sin nies sectur cultural? Segir! – Denton ei quest musical buc igl emprem da quella specia. Gia avon 5 onns hai jeu giu il grond plascher d’instradar ina tala ovra musicala ensemen cun ina gruppa dad amitgs da musica ord nossa Surselva. Il success ei staus da tala maniera che la televisiun svizzera – sut la regia digl enconuschent Ettore Cella – ha registrau l’ovra ed emess ella en tuts quater lungatgs viadò en l’entira Svizzera. Quei fatg ha satisfatg grondamein e muntau ton per mei sco per musicants, giugadurs e per l’entira cultura romontscha insumma, in eclatant success. Mintg’ovra culturala romontscha che po iradiar sur ils cunfins geografics da nossa minoritad, dat ferma perdetga da nossa buna cultura, forma ligioms e dat a nus segirtad e curascha.

Quels factums han stimulau mei da continuar sin quella via e scaffir in’ulteriura ovra. Carezia e perschuasiun viers miu car lungatg mumma han gia avon in onn stuschau mei vid las preparativas per in secund musical romontsch.

FRISAL – FRISAL! Aschia senumna il tetel dad ina parodia sur in pign liug che siemia dil grond turismus. Quei tema ei actuals ed a scadin enconuschents. Mo perlgei ina presentaziun en fuorma da musical? – La musica ei divertenta e capeivla a giuven e vegl. Tuttas pusseivladads da s’exprimer selaien tgunschamein integrar el musical: siemi – amur – il regl da s’enrihir – vezis – satira – sault, insumma tut quei che influenzescha la veta humana.

FRISAL – FRISAL: quell’ovra ei purtada tras e tras dils sentiments humans.
L’ovra ei cumponida per orchester – 10 solists – chor mischedau – chors d’affons e saltunzs. L’occupaziun da tala basegna ferm 140 acturas ed acturs. Laics e professiunists vegnan a sedar tutta breigia da collaborar aschia, che l’ovra daventa success. Vid il musical separticipeschan affons e carschi ord I’entira Surselva. Quei demuossa segir era igl interess e la bunaveglia da prestar zatgei per nossa cultura romontscha. Quels tuts merettan in grond engraziament per lur ferm engaschi. Nus havein entschiet cun las preparativas e selegrein gia oz d’astgar envidar giuven e vegl da lunsch e da maneivel a nossas producziuns.

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Danis-Tavanasa, uost 1 979
ll cumponist ed actur:

Armin Caduff

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L’idea dallas cauras dressadas ei ord ina praula engiadinesa, quella dils students e la buora (1 . act) ord ina cumedia tudestga (la viafier). La poesia dil “giavel” (2. act) ei ord las Annalas (poet: Hansemann, entuorn 1790).

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FRISAL FRISAL
cuntegn dallas scenas

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1. Act, 1903

1. Gionin, il cavrer cloma las cauras e fa ils emprems exercezis.

2. Gionin salida sia muronza Annina.

3. Igl ustier sevila sur la canera dallas cauras – admira denton lur prestaziuns – e fa ses emprems plans appartenent il svilup dil vitg Frisal.

4. Igl ustier siemia dil grond svilup.

5. Jago e Vagus, dus students arrivan a Frisal. Per obtener gratuitamein spisa e bubronda sedattan els ora dad inschigniers.

6. Annina e sia mumma Rosa emprenden d’enconuoscher ils dus students.

7. Igl ustier survescha si ils dus “inschigners” e diverta els cun ina canzun populara. Els entscheivan cun miserar ora praus etc.

8. Igl ustier ed ils affons dil vitg.

9. Paulin cloma ensemen jl pi€evel per igl ustier.

10. Rosa ed Annina sefan en la malezia digl ustier e sias speculaziuns.

11. La populaziun serimna per contemplar igl ustier. Docter Gallus ed ils umens emprovan da calmar el.

12. Gionin presenta al pievel da Frisal las bravuras da sias cauras e relata dil grond svilup.

 

2. Act, 1922

1 . Jasters arrivan ord igl entir mund per contemplar il Circus da FRISAL – il circus da cauras.

2. Paulin porta in telegramm ch’annunzia l’arrivada dalla Regenza da Cuera.

3. Gionin organisescha la fiasta per quei di ed incumpensescha Annina d’organisar ina concurrenza da moda denter femnas. Annina conta plein tristezia.

4. Rosa – Annina e dr. Gallus fan il cumplot da dar tissi allas cauras.

5. Annina entaupa ils students ed els treis fan in secund complot.

6. Preparaziun generala per la presentaziun dil circus.

7. Annina presenta agl ustier Jago e Vagus sco cusseglier cun sia dunna.

8. Ustier e Gionin beneventan ils hosps d’honur.

9. Jago sco “cusseglier” fa ord igl ustier in Cusseglier federal.

10. La vera Regenza arriva da Cuera. La cugliuneria dils students vegn alla glisch ed els vegnan strufegiai cun giugar ina nummera el circus.

11. Il dretg circus po entscheiver: ballet – Jago e Vagus – concurrenza dalla moda e l’attracziun cun las cauras.

12. Las cauras tussegadas crappan – e cun ellas gl’entir circus. Rosa – Annina e dr. Gallus surprendan la responsabladad. Ils Cussegliers deploreschan la sperdita pil Cantun e recamondan da specular vinavon cun la cuntrada. Gl’ustier mida meini.

13. Rosa – Annina – gl’Ustier e Gionin contan la fin dall’ovra malgartegiada.

14. FINALE

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Ils parteciponts

SOLISTS:
Ustier – Armin Caduff
Gionin. siu fegl – Gabriel Derungs
Annina – Gabriel Derungs
Rosa. sia mumma – Lisabet Caduff-Giger
Jago, student – Toni Schwarz
Vagus, student – Werner Walther
Dr. Gallus – Luregn Cavegn
Paulin – Franz Bergamin
Scolast – Christoffel Nay

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CHOR
Rosina Albrecht, Erna Beer, Lisa Bonorand, Marianne Bertogg, Josefina Cadruvi, Annalise Caduff, Marlise Caduff,
Marcella Cantieni, Renata Cathomas, Anita Cathomen, Bea Cathomen, Maria Dietrich, Martina Gienal, Judith Hendry, Ursula Jost, Catrina Maissen, Cecilia Maissen, Margrith Mansen, Renata Nay, Annamaria Schlosser, Josefina Solèr, Annamaria Spescha

Serafin Beer, Isidor Bergamin, Richard Caduff, Giachen Capaul, Robert Capeder, Fridolin Decurtins, Giachen Demont, Reto Derungs, Beni Hendry, Tarcisi Hendry, Dori Loretz, Risch Walther

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ORCHESTER
Instrumentaziun – Domenic Janett

Clavazin e harmonium – Annina Sax, Tarcisi Maissen
Violina – Monica Camenzind, Lisabeth Ackermann
Flauta – Lorenz Margreth
Oboa – Peter Schlapp
Clarinetta/Saxophon – Domenic Janett
Banjo/contrabass – Augustin Maissen
Tuba – Guido Albin
Corns – Rico Casanova, Philipp Tuor
Posaunas – Curdin Foppa, Alfred Friberg, Ignaz Schmed
Trumbettas – Marius Fry, Remi Gadola, Curdin Maissen, Bernard Vincens
Schumbers – Michel Friberg, Balzer Spescha

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GRUPPA CAURAS
Andreas Beer, Simon Bergamin, Petra Caduff, Anna Maria Cathomas, Silvia Cathomas, Carlo Cathomen, Caroline Cathomen, Alexia Derungs, Astrid Dietrich, Damian Fryberg, Anita Jörg, Marcus Maissen, Anna Maria Nay, Daniela Nay, Giachen Mudest Nay, Barla Schlosser, Manuela Schlosser, Marlise Schmid, Elvira Spescha

GRUPPA AFFONS
Adrian Bergamin, Vendelin Cabernard, Victoria Cabernard, Mengia Carigiet, Claudia Cathomas, Erna Cathomas, Regula Cathomas, Rita Cathomas, Johanna Cathomen, Annamaria Cavegn, Raffael Demarmels, Sonya Derungs,
Michael Flepp, Beat Fryberg, Gabriela Halbheer, Marianne Kühne, Sandra Maissen, Valeria Maissen, Alexandra Pally, Martina Schlosser, Manuela Spescha

REGENZA
Fridolin Cahenzli, Laus Cathomen, Marius Cathomen, Vitus Cathomen

CONSTRUCZIUNS E MODA
Carli Caduff, Giachen Giusep Spescha, Pino Sestito, Aluis Cabernard, Daniel Demarmels, Arnold Caduff

GRUPPA DA SAULT
Jakob Berger, Lucia, Fraefel, Mengia Fryberg, Annemarie Lötscher, Ida Monn, Corinne Rageth, Magdalena Spescha

Fotos: Forti Anhorn

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Pressestimmen:

>>>  Vorschau   Bündner Tagblatt, (D)  13.10.79 
>>>  Ein spritziges romanisches Singspiel  Bündner Zeitung, m.d.  13.10.79
>>>  Der Tourismus im Scheinwerferlicht    Bündner Zeitung, G.A.  24.10.79
>>>  Il musical “Frisal-Frisal”   Gasetta Romontscha, G.A.  28.10.79

 

>>>   Eine ganze Talschaft macht mit  Bündner Zeitung,  Bernard Cathomas  31.10.79

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Ina poesia    >>>  G.C.  Casa Paterna, 1.11.1979

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Saint-Exupéry/Gianotti, IL PITSCHEN PRINZI

1979     S / RR / lv, lp

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Rätoromanische Erstaufführung
Saint-Exupéry/Eigenproduktion

Lia Rumantscha
Gemeinde Samedan, Präsident: Giuseppe Lazzarini

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Antoine de Saint-Exupéry: Il Pitschen Prinzi
Le petit prince, in der rätoromanischen Übersetzung von Not Vital und Jachen Curdin Arquint
Dramatisierte Fassung: Gian Gianotti
Theater mit Zuschauerwanderung in der Gemeinde Samedan

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Premiere: 16. Juni 1979, Uraufführung

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Inszenierung und Ausstattung: Gian Gianotti
Herstellung der Bühnenfiguren und Grosspuppen, sowie Einrichtung der Bühnen und Spielorte:
Alle Mitspieler/innen, dazu Claudia Cantieni, Silvia Falett, Peider Frey, Arno Lazzarini, Brigitte Meyer, Jon und Mengia Semadeni, Margret Stocker, u.a.m.

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Organisation:

Giuseppe Lazzarini, Gemeindepräsident
Gian Klainguti, Direktor Kantonalbank
Gian Leder, Direktor Verkehrsverein

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Mitspieler:

Ruth Aeppli
Dani Badraun
Katrin Bebié
Uschi Breyer
Gian Michel Denoth
Urs Frey
Madlaina Ganzoni
Ursina Gianotti
Ursina Grob
Hansjürg Hermann
Katrin Heyerick
Beatrice Hummel
Jolanda Knapp
Anna Maria Könz
Silvia Lieberherr
Frieder Neunhoeffer
Ida Nolfi
Annalise Preisig
Susi Schüeli
Dumeng Secchi

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Mitspielende Kinder

1. Gruppe:
Heini Baumann, Curdin Caviezel, Duri Fliri, Ursina Lardi, Miriam Leder, Peldron Lobsang, Claudio Pedrett, Ursina Pedrett, Silvia Raisigl, Corina Ruinatscha, Piergiorgio Semadeni

2. Gruppe:
Roman Flurin, Claudia Höllriegl, Silvia Hummel, Dicki Lamdark, Riccardo Oswald, Thomas Portmann, Annja Sarasin, Prisca Sarasin, Andri Schmellentin, Claudia Schmellentin, Pascale Winkler

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Ün salüd

Cun quista lavur, chars spectatuors, nu lessan nus be demuossar ün interess per la cultura e la lingua rumantscha, ma ün interess per la vita culturala umana insomma.

Il pitschen prinzi es dvantà per no dürant la lavur ün simbol dal tscherchar il minz da la vita, la sensibilità da l’amicizia. No lessan dar inavant quista experienza cha’l pitschen prinzi hat fat sün seis viadi tras la vita, sül muond.

“Eu nu d’eira bun d’incleger nöglia quella jada” (chapitel 8), disch il pitschen prinzi sur da seis prüm temp sün seis planet illa relaziun cun sia flur. Quai es stat il cumainzamaint dal viadi – la fin til porta usché inavant ch’el sa tscherner tuottafat libramaing la vita o la mort, qvd. el ragiundscha il plü ot stadium da libertà pussibel per l’uman.

El tschercha la mort il quel mumaint, na per finir ün svilup, ma per tuornar cun seis savair nov pro sia sia relaziun da partenza cun seis agen mond, e per permetter a sia idea ün svilup ed ün proseguimaint. Infin ch’el d’eira sün terra, d’eira el l’incorporaziun da si’idea. Pür cun sia mort pon oters lavurar inavant cun ella, cun sia idea da la vita, tilla viver. Quia es la mort pensada sco necessità per permetter vita: la mort sco fin parziala, eir scha düra per il singul schi positiva aint il svilup da la vita insomma. Üna persuna chi po tscherner libramaing invers tuot seis svilup e tuot sias relaziuns, independentamaing da possess e da temp, as rechatta illa situaziun da la pü ota libertà – eir sch’el tscherna la mort.

La conscienza e la sensibilità da vita creschan cun la lavur da la vita per tscherchar a sai svessa. La fin dad üna vita chi ha gnü sco minz il tscherchar il minz da la vita (“per tscherchar ün ami”) e chi finischa per permetter cha eir oters possan profitar da quell’idea, es il punct culminant da l’existenza umana.

Cun quist salüd final nu vögl eu pledar per la mort libra, per il suicidi, ma eu vögl dar ün’impreschiun da la valur da la vita confruntada cun la mort. Il pitschen prinzi vain confruntà cun la vita – el as confrunta da per sai cun sia mort. Co ans confruntaina no cun nossa fin, cun la fin insomma, e co as müda in quel mumaint nossa relaziun cun la vita e cul futur?

Co, per exaimpel, educaina ün uffant da quia, uossa?

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Gian Gianotti, mai 1979

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Fotos: Ursula Kauer

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Il program:
>>>     Il Pitschen Prinzi, Das Programm      pdf, 16 Seiten – in romanischer Sprache, ladin

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Pressestimmen:

>>>  Vorschau  Bündner Zeitung, ig  12.6.1979
>>>  Üna culissa pel Pitschen prinzi  Fögl Ladin,  15.6.1979 
>>>  Das Dorf verwandelt sich in eine Bühne  Bündner Zeitung, uk  25.6.1979
>>>  Ein ganzes Dorf als Bühne und Kulisse  Engadiner Post, mm.  25.6.1979 
>>>  La premiera dal Gö liber a Samedan. “Be ils uffants san che chi tscherchan, ha dit il pitschen prinzi”  Fögl Ladin, Giov. Brunold-Clalüna  29.6.1979 
>>>  Stimmen aus dem Publikum, ein Leserbrief   Engadiner Post,  7.7.1979
>>>  Die Theaterarbeit des Regisseurs Gian Gianotti mit Laienspielern und Kindern in Samedan   Bündner Zeitung, Ursula Kauer  7.7.1979
>>>  Char Gian, chara cumpagnia da teater, Vos “Pitschen Prinzi” ha comoss trasoura (Constant Könz)   Fögl Ladin, 27.7.1979
>>>  Notizie dai Grigioni, Un’altra geniale opera del regista bregagliotto Gian Gianotti (Luigi Festorazzi)   Il Grigioni italiano,  ottobre 1979
>>>  Was jetzt zu retten gilt    Das gelbe Heft, Andreossi  6.10.1981

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