Muschg: Verkauft

1975 D
Adolf Muschg: VERKAUFT
Klibühni Chur, Robert Indermaur
Adolf Muschg: Verkauft
Klibühni Schnidrzumft
Premiere: 28. Mai 1975
Dramaturgie und Raumgestaltung: Gian Gianotti
Kostüm: Noelle Brenk, Ursula Danuser
Fotos: Forti Anhorn
Hilfeleistungen: Mitglieder der Klibühni Schnidrzumft
Rechte: Verlag R. Stauffacher, Zürich
Ein Monolog.
K (Käuferin): Angelica Biert
Aus der Einleitung zu VERKAUFT von Adolf Muschg:
Ich denke mir, man müsste das Stück leise spielen (leise soll nicht heissen: mit erhobenem Zeigfinger), den Wortlauft der Mundart wirken lassen, ohne der Sprache Prätentionen zu geben. Wie es die Redeweise ohne Charge sein soll, so stelle ich mir auch ihre (K's) Erscheinung auf der Bühne nach keiner Seite besonders typisiert vor.
Sie ist eine Frau mittleren Alters (mit zwei erwachsenen Töchtern), Hausfrau, die vielleicht ab und zu Bügel- und Wascharbeit verrichtet, daher das Geld für den Teppich, ihre Lebensinteressen sind auf die natürlichste Weise geschrumpft, die Schäbigkeit ihrer Verhältnisse (sauber werden sie ja sein) mehr durch Unaufmerksamkeit als durch wirkliche Armut bedingt. Freilich, "etwas" hat ihr immer gefehlt - jetzt denkt sie, es sei der Teppich. Wenn man seine Masse betrachtet, muss das Manko beträchtlich sein.

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