FEALAN Die Idee und der Inhalt
Zwei "Geschichten-Erfindungsklassen" schrieben zuerst Aufsätze mit Inhalten, die sie gerne auf dem Theater zeigen möchten. Daraus wurden vier Grundideen herausgenommen und einer "Librettoklasse" vorgelegt. Diese arbeitete mit einer "Poesieklasse" zusammen, die einzelne Textpassagen für Arien und Lieder umschrieb. Der Inhalt des sich verändernden Librettos wurde immer wieder den Erfindungsklassen vorgelegt. Betreut wurden diese Schritte von Paul Steinmann. Zuletzt wurde das Libretto noch sprachlich koordiniert.
Nach diesem Prinzip wurde danach auch die Musik von den Kindern in Begleitung von Andreas Nick definiert, komponiert und für das Orchester des Musikkollegiums Winterthur MKW eingerichtet.
Alles was dann auf der Bühne stattfand wurde von den Kindern geschrieben, definiert, vertreten, dargestellt und gesungen. Die Erwachsenen haben sie "nur" begleitet und unterstützt. Und sie haben alle mit dem Publikum gestaunt, welche fast nicht zu bändigende Kraft und Energie in 800 Kindern und Jugendlichen steckt, die sich ein Jahr lang unter anderem auch mit Theater beschäftigen können. 360 davon sind an ihre Grenzen gegangen und haben in den vier Vorstellungen alles gegeben und gespielt: Schüler und Schülerinnen, Lehrpersonen, Polizisten, Wächter, Elfen, Blumen, Schmetterlinge, Kröten, Wände, Winde und Wasser, Macht und Ohnmacht, Paparazzi, Journalisten, Choristen und im Ouvertüre-Orchester.
Das Prinzip der Arbeit war, dass alle Kinder ihre Ideen, eingebrachten Formulierungen, Klänge, Formen, Farben, Bewegungen auf der Bühne wieder vorfinden sollten: daraus wurde eine farbige Welt, eine grosse Kundgebung für die Freundschaft und Menschlichkeit. Das Publikum, die Familien, die Lehrer/innen und die Schulbehörden haben es ermöglicht. Und sie haben es wahrgenommen.
FEALAN, Oper in drei Akten
Vorspiel
im Theaterfoyer
Vanessa lässt sich ein elfenartiges Wesen auf den Rücken tätoviere. Eine Geschichte geht unter die Haut.
Erster Akt
Schausplätze: Internat Talfels, Blumenwiese beim Wasserfall
Im straff organisierten Schul- und Erziehungsbetrieb des Internats Talfels wehren sich die Kinder gegen die Diktatur der Direktorin und des Mathematiklehrers Brotmann. Im Protestsong kündigen sie ihren Streikbeschluss an, dem sich nur Vanessa, die neue Schülerin, und Nicolas nicht anschliessen. Diese suchen ihre Freiheit in der Natur beim Wasserfall. Wer sehr traurig ist und von diesem Wasser trinkt findet den Weg nach Elfiatopia ...
Zweiter Akt
Schausplätze: Elfiatopia, Internat Talfels, Blumenwiese
... und da ist alles anders. Es herrscht keine Zucht, das Leben äussert sich in Bewegung, Musik und Farbe - und die Ordnung wird von der Königin der Elfen definiert: Fealan, die traurigste Elfe. Ihre Tränen fliessen als Wasserfall. Sie diktiert ihre Gesetze und verbietet sämtliche Bilder und Spiegel im Land, fördern sie doch die Eitelkeit und die Eifersucht. Vanessa findet hier Aufnahme und Freunde. Und sie wird weiterhin von Nicolas gesucht, der sie liebt aber doch seine Liebe zur Malerei nicht aufgeben will.
Dritter Akt
Schauplatz: Internat Talfels
Im Nu vergehen die Tage und die Schüler einigen sich zum Protest. Die Internatspolizei wird aggressiver, die Ordnungsmassnahmen strenger ... so einigen sich Nicolas und Vanessa, die inzwischen die neue Königin der Elfen geworden ist, auf eine neue Strategie. Die Natur der Elfen soll in die Welt der Disziplin und Ordnung eingreifen, eine gerechtere Welt und bessere Freundschaften ermöglichen. Die Durchmischung gelingt, die Kerker des Internats öffnen sich und alle, auch die Kröten, die bestraften Elfen, werden wieder zu Elfen und Kinder.
Die Beteiligten Kinder und Jugendliche
Die Leitung
Die Rezeption
Die Bilder
Die Dokumentation, 2 DVD 
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